Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
GESCHOLLEN
a. der krach der schefte schal Nib. 1550,1. daʒ seitspil hôrte man schellen Wigal. 238. wan ir hœret schellen mîn horn Alph. 335. dâ schullen die busûnen Elisab. 349. arzâte glîche hellent, sô glocken glîche schellent Vrid. 95,8. dem lieʒe ouch ich mîn wort nâch willen schellen MS. 2,121. b. — daʒ hûs allenthalben schal kl. 1622. — ime wêre vil ummêre waʒ der hunt gebulle unde grene unde sculle laut würde L. Alex. 4160 W. sîne gesellen ime walde begunden schellen unde riefen Albr. 33,460.
b. mit präpos. sage mir waʒ eʒ sîn mach daʒ mir schillet in mîne ôren L. Alex. 336. Diemer 191,5. manic heller tambûr mit kraft schal in ir ôre troj. s. 217. d. si scrîgent daʒ eʒ möhte in den himel schellen Griesh. pred. 1, 152. ir geschrei hôe in die wolken schal Ludw. 61. daʒ sîn name obir vel lant wîte schal weit bekannt wnrde das. 53. des hundes hût muoʒ nâch sîme tôde bellen und über siben acker schellen Renner 12415. — daʒ die berge alle schullen von sînem lûte Wigal. 6442.
c. mit adverbialpräpos. man hœrt daʒ gefügel ûf schellen die stimme erheben MS. 2,94. diz scal ûʒ wurde kund myst. 62,9.