Eintrag · Frühneuhochdeutsches Wb. (FWB)
gerte
gerte
- ›junger, biegbarer Asttrieb; Schoß an Bäumen und Sträuchern; (speziell:) Weinrebe; Gerte, Stab für verschiedene Zwecke, z. B. als Stütze beim Wandern, für die Anlage von Fischreusen, das Ausfüllen von
- ›Gerte, Zweig, Rute oder etwas einer Gerte Ähnliches, so fern sie als Straf-, Zucht-, Erziehungsmittel oder dem Schutz vor Gefahren dienen‹, auch für den Treibstock des Pflugbauern gebraucht.
- eine Maßeinheit: a) ein Längenmaß; b) ein Flächenmaß (speziell für land- und waldwirtschaftlich genutzte Flächen, auch für Bergwerksgelände); genaues Maß aus den Belegen nicht ersichtlich; vgl. Dwb 4,
- für Bezugsgegenstände, die in eine Sach- oder Vergleichsbeziehung zu gerte 1 gebracht werden können: a) ›Astbeil, Hippe‹. b) ›Penis‹.
- metaphorisch oder in Vergleichen auf Personen bezogen: – a) auf Maria, die Mutter Jesu (meist). b) auf die Anhänger Christi (als den rebstok).