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Gerichtsgebrauch

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Gerichtsgebrauch

Bd. 7, Sp. 640
Gerichtsgebrauch (Usus fori), die Gleichförmigkeit der Grundsätze, die ein Gericht in Ansehung des gerichtlichen Verfahrens (formeller G.) oder bei Entscheidung vorkommender Fälle (materieller G.) beobachtet. An und für sich hat der Richter unabhängig vom G. die Gesetze auf den einzelnen Fall anzuwenden. Wie aber von jeher die Entscheidungen besonders angesehener Gerichtshöfe gewohnheitsrechtlich maßgebend wurden, wie die Entscheidungen des Reichskammergerichts in Deutschland reichsrechtliche, diejenigen oberster Landesgerichte landesrechtliche Geltung erhielten, wie noch heute in Österreich die sogen. Judikatensammlung des Obersten Gerichtshofs in Wien maßgebend für gleichgelagerte Fälle ist, so wird auch jetzt die gleichförmige Übung der obersten Gerichte und insonderheit des Reichsgerichts in Leipzig einen entscheidenden Einfluß auf die Rechtsprechung ausüben, und deshalb wird nach wie vor der G. wenn auch nicht Gesetzesnorm, so doch gesetzesgleiche Norm schaffen. Vgl. O. v. Bülow, Gesetz und Richteramt (Leipz. 1885).
1041 Zeichen · 13 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gerichtsgebrauch

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Gerichtsgebrauch , des — es, Mz. die — bräuche , ein bei oder vor Gericht üblicher Brauch oder Gebrauch.

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gerichtsgebrauch

    Goethe-Wörterbuch

    Gerichtsgebrauch wie Gerichtsbrauch(sd), Pl 28,125,1 DuW 12 Dorothea Weiss-Schäfer D. W.-S.

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gerichtsgebrauch

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Gerichtsgebrauch (usus forensis) , das aus den Urtheilssprüchen grundsätzlich erkennbare Recht. Die Autorität des G.s st…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gerichtsgebrauch

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Zerlegung von gerichtsgebrauch 4 Komponenten

(ger+ichts)+(geb+rauch)

gerichtsgebrauch setzt sich aus 4 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

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Cotta, M. (2026). „gerichtsgebrauch". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/gerichtsgebrauch/meyers
MLA
Cotta, Marcel. „gerichtsgebrauch". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/gerichtsgebrauch/meyers. Abgerufen 11. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „gerichtsgebrauch". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/gerichtsgebrauch/meyers.
BibTeX
@misc{lautwandel_gerichtsgebrauch_2026,
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