Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
genôʒsame stf.
1. die genossenschaft, der verein von genossen, die entweder frei sind, oder in denselben lehen- oder leibeigenschaftsverhältnissen leben und eine gemeinde bilden. vgl. Schmeller 2,710. ze Ludiswîle ist ein dinghof, dâ hœret în diu frîe gnôssami von Gundoltingen urbar. 173,9. die vorgenanten gnôsami hânt geben ze stiure das. 173, 12. die liute der gnôsami des selben dorfes hânt niht mêr geben noch minre ze stiure das. 173,22. daʒ si dâ mite ir kint, diu des gotzhûs eigen sint, berâten suln in die gnôssami Gr. w. 1,2.
2. vorkaufsrecht als folge der genossenschaft, Gr. w. 1,41.