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genise

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Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)

genise stv.

Bd. 2, Sp. 379b
genise stv. genâren Diemer 255, 25. kchr. 46. a. Iw. 2540 u. s. w. genære Genes. fundgr. 2,47,12. Diemer 51,24. büchl. 1,1720. Serv. 3269. genern Genes. fundgr. 2,48, 15. Litan. Massm. 168, sonst überwiegend genesen. die grundbedeutung ist: gerettet werden.
1. gesunden, geheilt werden. Liudegast geheilet sîner wunden was, der vogt von den Sahsen nâch strîte wol genas Nib. Z. 47, 42. bin ich genislîch, sô genise ich arm. H. im leseb. 326,22. alsus beʒʒerte sich der guote herre Heinrich, daʒ er vil gar genas das. 355,40. ob der wunde man geniset: stirbet er aber mühlh. stadtr. 29,2. er wölt im einen trunc geben, daʒ er genese zürch. jahrb. 73,5. die artzete jâhen, ob er wolde genesen, sô solt er dâ niht lenger wesen Ludw. kreuzf. 3996. zwei wîp enbâten in dâ, daʒ ir bruoder genas, der vier tage begraben was fundgr. 1,164,23. und solt der herre Sîvrit gesunder sîn genesen, gesund ins leben zurückkehren, Nib. Z. 171,32. der an der sêle genas, dô im der lîp erstarp Walth. 19,30.die krankheit, von der man geheilt wird, steht im genit. vgl. Gr. 4,670. dâ mite ich solde mîner sühte genesen, meine krankheit los werden, a. Heinr. im leseb. 332,31. doch dorfte er nimmer niht geklagen, sît im das leben beliben was: wand er diss smerzen wol genas Erec 5598.ganz vereinzelt ist die transitive bedeutung: dô bat er sînen arzet gên, ob er sie iht kunde genesen.... von einem dranc wil ich ir geben, daʒ si genesen sal ir leben Crane 431. 436.
2. am leben bleiben. jâ herre, wir wend hiut bî iu sterben unde genesen zürch. jahrb. 75, 6. iemer in ir dienste wesen, mit in sterben unde genesen Barl. 121,6. eʒ ist nu kumen ûf den tac, daʒ ich niht mac genesen, sagt der sterbende, Suchenw. 34,46. dô si niht solte genesen, dô erbarmete in ir nôt und wolte ir sanfte tuon den tôt arm. Heinr. im leseb. 351,40. si muoste idoch genesen, weil der meister sie nicht tödten wollte, das. 354,40. vgl. büchl. 1,1720. Wigal. 2299. vor leide trûwet si niht genesen das. 3228. vgl. Berth. 412. er lie werden verlorn alle die der wâren, wan die dâ genâren in der Noes arche Hahn ged. 22,50. vgl. das. 24,9. eʒ was ein michel wunder, daʒ si ie genas Nib. Z. 161, 31. des enwas nu deheiner dar inne (im saale) genesen das. 308,11. noch genæsen gerne die fürsten und ir man, ob in iemen hæte genâde dâ getân das. 326,21. jâ muoʒ eʒ alsô wesen, daʒ iuwer deheiner dâ niht kan genesen, wan eine des küneges kappelân das. 235,72. der pfaffe swam genôte: er wolde sîn genesen, ob im iemen hülfe das. 241,11. vgl. 246,33. ir kunnet niht genesen, ir müeʒet mit dem tôde pfant daʒ Kriemhilde wesen das. 295,43. nu lâʒet mich genesen das. 76,51. vgl. das. 76,74. wirt dûpheit bî iemanne begriffen und wil man in lâʒen genesen, er gildet zwîvalt kulmer recht 5,23 § 22. er sluoc und vieng sô manegen man, daʒ eʒ von grôʒen sælden was, der dannen kom oder dâ genas Trist. 1132. ê dann er vol ersturbe, wan leider ern mac niht genesen das. 1233. Walther sich zu fuʒe dâ muste wern, ob er wolde genesen Ludw. kreuzf. 2266. vgl. Alph. 99, 4. des küneges zorn der wart sô grôʒ, daʒ er der niht genesen lie, swaʒ er der liute vie Barl. 11,39. vgl. das. 53,15 u. 20.
3. von dem verderben, aus einer gefahr errettet werden, heil davon kommen (natürlich ist oft nicht zu unterscheiden, ob eine stelle unter nr. 2 oder nr. 3 gehört, überall da, wo die gefahr in dem drohen des todes bestand, also: mit dem leben davonkommen). gesiget der, der eʒ hieʒ stelen, der ist genesen und man henget jenen kulm. recht 5,30. dô er seite, wie er genære, der gefahr entronnen sei, dô wart grôʒ freude Serv. 3269.    mit genit. vgl. Gr. 4,670. dô er mislîcher nôt genas Iw. 106. wie ich der übelen nôt genese Barl. 11,36. swie er der marter dort genas das. 96,35. daʒ er der klage ie genas, nicht vor kummer starb, klage 2828. wer möhte der nœte lange genesen Ludw. kreuzf. 1587. ob wol der tjost er wêre genesen, er muste zu tôde getret wesen das. 4148. ei, wie rehte frô er was, daʒ er der êre genas, in der er was gevangen ê Pass. K. 198,40.mit vor. vgl. Gr. a. a. o. nieman mac sô wîse wesen, der vor dem tôde müge genesen Boner. 87,44. der tiufel von der helle, wie künder dâvor genesen Nib. Z. 67,72. daʒ starke tier dô wânde vor dem jegere genesen das. 143,74. ir mugt vor iuwern vînden hie heime wol genesen das. 223,62. er genas vor hunger Iw. 126. vgl. das. 131. wer möhte ouch noch vor ir genesen, diu sô schœne wære Wigal. 736, wer bliebe unverwundet beim anblicke ihrer schönheit. er wânde des wol sicher wesen, er wær vor aller nôt genesen Bon. 67,18. vor gewalt mac kûm ieman genesen das. 8, 46. der gedâht, wie er möht genesen vor des winters hertekeit das. 13,13. des maneger dô vor nôt genas Pass. K. 2,91.mit an. daʒ si vil kûme dran genas, bei ihrer entbindung am leben blieb, Parz. 112,6.
4. frei von übel sein, sich wohl befinden, in ruhe und frieden bleiben. des ist mîn sêle genern in êwe Genes. fundgr. 2, 48,15. des wir êweclîche sîn genern Litanei, Massm. 168. daʒ muoʒ geistlich minne wesen. swer die hât, der ist genesen Teichn. 186. âne si kan nieman hie noch dort genesen Walth. 6,4. wirp umbe lop mit reinem muote, wellest du genesen das. 11,6. an fröiden wol genesen das. 112,9. swer ir worten folgen welle, der sî âne zwîvel dort genesen das. 33,37. dô sprach Sîvrit: du maht noch wol genesn, es kann noch alles mit dir gut werden, Nib. Z. 98,71. lât uns hie mit iu genesen, als unser vater mit iu genas, der iwer ingesinde was Trist. 18404. lant und liut eins vürsten hol mac die leng niht wol genesen Teichn. 8. hêrre got, sît ân dich niht genesen kan, sô bevilhe ich hiute in dînen segen mîn kint Wigal. 1399. ich wil der wîbe dienestman und ir kempfe iemer wesen; wan nieman mac ân si genesen, der ir güete erkennen kan das. 9678. gip her fünf pfenning âne kîp, sprach der zolner, wilt du genesen, aller weiterungen überhoben sein, Boner. 76, 37. wil er, sô lâʒ ouch mich genesen, will er gerne in ruhe bleiben, so lasse er auch mich in ruhe, das. 3, 68. wolf, lâ mich genesen, lass mich in ruhe, ungeschoren, das. 5,10. ie mit wiu si mohte genesen, dâ mite wolde si sich haben Teichn. 15. ein frouwe gehôrsam sol wesen ir man, wil si genesen ân strâfe, ân slege das. 180. vor keim bidermanne künden wir genesen, durch reht solt man uns schelden Alph. 255,2. ir iegelîcher wol genas, es stiess ihnen kein unglück zu, und quâmen zu Rôme gesunt Pass. K. 15,60.das ewige heil erlangen, selig werden. daʒ imen so unsculdic wâre, daʒ er mit der ê genâre unze got geborn wart Diemer 51,24.
5. entbunden werden, mit genit. vgl. Gr. 4,671. daʒ eʒ ungewiʒʒen was, daʒ si sîn, des kindes, genesen was Exod. fundgr. 2,87,42. si gnist kindes genædeclîchen Maria 128. vgl. das. 120. ze den stunden, dô siu sîn genas Diemer 186,2. di zît diu küneginne eines sunes was genesen Nib. Z. 211,53. rehte alsam ein wîp, diu eines kindes sol genesen Trist. 1911. wâ si des kindes genese Gregor. 389. dô solde diu frowe genesen eines kindes unde starp myst. 164,36. wie die edele fürstinne gelegen wære und genesen wære eins jungen sons Ludw. 31, 28. ein kint, des aldâ genas des küneges wîp Barl. 20,22. alsô lange, biʒ daʒ si des kindes genist kulm. recht 4,44. — nu daʒ diu guote marschalkîn der nœte geresen solte sîn, das wochenbette verliess, 19541. — auch ohne genit. eʒ kumt vil lîhte, daʒ ir ê niht widerkumt, ichn sî genesen Wigal. 1085. des tages wâren sîn zwei jâr, daʒ sîn wîp was genesen das. 1219. dô die frouwen gebâren und alsô gelîche genesen wâren beide ze einer stunde Flore s. 590.
6. trans.?vgl. nr. 1. ich enweiʒ waʒ si genære oder wâ si gevlogen wære, die taube, die Noah aus der arche liess, Hahn ged. 24,31.
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Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    genisestv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)

    genise stv. genâren Diemer 255, 25. kchr. 46. a. Iw. 2540 u. s. w. genære Genes. fundgr. 2,47,12. Diemer 51,24. büchl. 1…

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Ableitung von genise

ge + -nis + -e

genise leitet sich vom Lemma ge ab mit Suffixen -nis und -e.

Zerlegung von genise 2 Komponenten

gen+ise

genise setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

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Cotta, M. (2026). „genise". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 17. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/genise/bmz?formid=N00558
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Cotta, Marcel. „genise". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/genise/bmz?formid=N00558. Abgerufen 17. May 2026.
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Cotta, Marcel. „genise". lautwandel.de. Zugegriffen 17. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/genise/bmz?formid=N00558.
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