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gemülle

mhd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
5 in 5 Wb.
Sprachstufen
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6

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gemülle n.

Bd. 5, Sp. 3289
gemülle, n. staub, schutt u. ä., zermalmtes, ahd. gamulli ruder Graff 2, 712, mhd. gemülle Lexer 1, 848, zu mhd. müllen, ahd. muljan zerstoszen, zermalmen. nebenform md. gemölle (s. 2). mnd. gemulle, gemul wb. 2, 55b, noch jetzt gebraucht, wie auch nl. gemul n. (u als ü gesprochen). 11) gemülle, pulvis Dief. 472c, gemyll, gemyl das. aus Melber, quisquiliae gemulle 480c, scobs 509b (auch mulle); gemülle, auskericht, quisquiliae Henisch 1488; auch sol er (der dichter) mit der kunste wanne usz swingen das gemulle. v. d. Hagens d. mus. 2, 224, also auf der dreschtenne, die spelzen u. ä.; in staub und gemülle zerfallen. Aimon vorr.; hör Walp, schaw, feg und putz das haus, die spinnwäb mit dem gmüll thu naus. Calagii Susanna I, 2. noch z. b. bair. gemüll, das durch zerreiben, zermalmen entstandene Schm. 2, 569, tirol. kleine abfälle von holz, sägespänen, streu u. dergl. Schöpf 449. aber auch im nordosten: gemüll, auskehricht, allerlei unrath, in den alten schriften gemolle Hennig preusz. wb. 83; auction mit gemüll auf Neugarten, zwei grosze haufen gemüll circa 3000 fuhren enthaltend. Danziger intell. blatt 1861 nr. 116. auch Adelung kannte noch gemüll, schutt, unnützer abgang beim bauen, gewiss aus seiner heimat. 22) mit md. vocal gemöll scobs Alberus Cc 4a (gemüll DD 1b), gemolle quisquiliae Dief. 480c: auf dem thor schlugen sie das gewelb durch, warfen einen schornstein, aschen und gemolle hinab, das sie für staub nicht fort konnten kommen. Henneberger preusz. landtafel 119. vergl. Hennig u. 1.
1545 Zeichen · 52 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    gemüllestn.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    ge-mülle , ge-mül stn. das durch zerreiben, zermalmen entstandene, pulvis Dfg. 472 c . n. gl. 309 a . Moyses sluog sîne …

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    gemül(le)n.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    gemül(le) , n. , Staub.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    gemüllen.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    gemülle , n. staub, schutt u. ä., zermalmtes, ahd. gamulli ruder Graff 2, 712 , mhd. gemülle Lexer 1, 848 , zu mhd. müll…

  4. modern
    Dialekt
    Gemülle

    Rheinisches Wb.

    Ge-mülle -mø·l. Koch , Kobl , May , Aden , Ahrw [ -mol u. -milts Simm-Castellaun ; -me·l.ts Goar-Lingerhahn , Koch-Mörsd…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gemuelle

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Ableitung von gemuelle 2 Analysen

ge- + mulle

gemuelle leitet sich vom Lemma mulle ab mit Präfix ge-, mit Umlaut-Wechsel.

Alternativen: ge-+muell+-e

Keine Komposita gefunden — gemuelle kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.