Hauptquelle · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)
Geiserich
Geiserich ( Geisericus ; nach Fr. Kauffmann besser: Gensirix ), König der Wandalen, geb. um 390 als unechter Sohn des dem Hause der Asdingen entstammten Königs Godigisel (gefallen 406) und einer Sklavin, ward, obgleich nur von Mittelgröße und hinkend, wegen seiner kriegerischen Tüchtigkeit Anfang 428 vom Heer als Nachfolger seines Bruders Gunderich auf den Thron erhoben. Im Mai 429 führte G., einer lange geglaubten Fabel zufolge der Einladung des afrikanischen Statthalters Bonifatius, der sich gegen seinen am römischen Hofe mächtigen Feind Aëtius zu stärken suchte, Folge leistend, 80,000 Köpfe…