Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
geiselesser m.
geiselesser , m. wie geiselfresser ( s. d. ), geisel als schmarotzer, s. Frisch 1, 336 a aus Tschudi 1, 199 ; in J. Sanders trag. Johannis des teufers heiszt eine person Giselesser. es hiesz, wie den geisel thun, geiselschaft leisten ( sp. 2612 d ), so den geisel essen, d. h. auf unkosten des geiselstellers leben und schmausen, daher auch auf unkosten anderer leben überhaupt: ( weil die bischöfe, sonderlich zu Straszburg, mit kriegen und hochmut um das ihre kommen ) darumb so mszen sie den gissel essen, dem ( pfaffen ) hie ein metzen lon und gestatten, dem andern dort, und gaben darumb nemen …