Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
garberin f.
garberin , f. im Pinzgau, eine bauerndirne, deren hauptgeschäft es ist, den ausgeführten dünger auszubreiten, auch das gemähte gras auseinander zu streuen, s. Schm. 2, 65 , und dieselbe wird gemeint sein bei Schöpf 175 ' im Pinzgau heiszt eine magd die garbe'. Das ist wertvoll, denn es ergiebt sich daraus ein altes garben, garawan von feldarbeit, bes. vom zurüsten des ackers; dasz dabei das düngen hervortritt, liegt in der sache, nicht im worte, s. gare 2, c. d. Ganz alterthümlich aber ist das f. garbe als garberin, das dem ahd. garawo in ledergarawo lederbereiter ( s. u. gärbe f. ) unmittelba…