Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
gänseglaube m.
gänseglaube , m. aberglaube, ein älterer ausdruck Schm. 2, 56 , noch um 1700: über dem essen gedachte Gelanor an den alten gänseglauben, welchen er an dem schneider observirt, und belustigte sich trefflich mit der einfalt des menschen. Weise erzn. 252 ( c. 26); es steckt ein betrieglicher gänseglauben dahinter ( hinter der weissagung ). 279, c. 28. Henisch, der gänsglaube sp. 1349 anführt aus einer undeutlichen quelle ( pr. et col. 383), erklärt sp. 1348: es ist ein gansglauben, fides Hussitica, anserina, Bohemi enim anserem hus vocant. das böhm. wort war in seiner bed. bei uns wolbekannt ( s.…