Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
fundkind n.
fundkind , n. , der älteste nachweisbare ausdruck für ein ausgesetztes und lebend gefundenes kind, läszt sich nach mhd. funtkint wol erwarten, aber für das nhd. nicht belegen; in diesem machten sich die etwas jüngeren bildungen fündling, fündel n. und fündelkind geltend. überdies kommt jenes funtkint selten vor, nur in Hartmanns Gregorius 1151 u. 1239, in welcher dichtung, wie Jacob Grimm aufzeichnet, daneben noch 1227 funden kint, gefundenes kind, gesetzt und von dem nemlichen fündlinge 1144 gesagt ist dër sich hât verrunnen hër = der sich hieher verlaufen d. i. verloren hat, so wie 1165 ër f…