Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
fürsil n.
fürsil , n. in Livland und Esthland das vordere pferdegeschirr, insbesondere das halsjoch von leder im gegensatze des kummets als eines schlitten- und fuhrwagengeschirres. dann aber und vornehmlich: das kutschgeschirr, das ganze pferdegeschirr, dort auch das preuszische pferdegeschirr genannt. auch fürsiel, fürsel, mit i statt ü firsel, ferner vorsill, vorsiel, zerdehnt vorsiegel, vorsiedel. s. Hupel 255 , der zunächst durch zugseil erklärt. Gutzeit 1, 301 b f. , der das wort ein altes nennt, das jetzt, wenigstens in Riga, nicht mehr gehört werde. zusammengesetzt ist es aus für und sil, geschi…