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¹fō¹deren

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WWB
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Eintrag · Westfälisches Wb.

¹fō¹deren V.

Bd. 2, Sp. 804
¹fō¹deren V. [verbr.] 1.1. Futter geben. De Kai forn (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@RecklinghausenRh). Schwuine fewwern (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@ReelkirchenRk). He fōrt de Swīne met Miälk un Miähl (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@AltenrheineAr). Dat Peard is mit Strauh fäoert wuren (Kr. BürenBür Kr. Büren@SalzkottenSk). De alle Viuwel (Vogel) fauert sine Jungen (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@KirchveischedeKv). — Ra.: Fett fōern mästen (Kr. BeckumBek Vh). Graut fouderen großziehen (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Bh || mehrf.). De Brut häff de Kadd’n nich gut foet sagt man, wenn es am Hochzeitstag regnet (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe || (ähnl.) verbr.). He geht en Kalw fohrn er geht in den Stall, um sich zu übergeben, weil er betrunken ist (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@VredenVr). He sǖt ūt, äs wenn ’e mette Wuärpßchoufel graut fōert wor er hat einen sehr breiten Mund (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh). De Kerl fohrt sin Piärd te stark mett langen Hafer er gebraucht zu oft die Peitsche (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@OsterwickOw). Met Foßoiggern (→ Fos-ei) feort gerissen, in unangenehmer Weise schlau und auf seinen Vorteil bedacht (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). — Sprichw.: Wenn dä Briut dä Katt’n gęut fewert, hät se gęut Wädder buier Hochtuit (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@PivitsheidePi || (ähnl.) verbr.). Wey ni fäuern will de Katten, dey mut fäuern Muise un Ratten (Kr. BürenBür Kr. Büren@GrundsteinheimGr). Saulange at me ’n Rǖen fauert, wïemelt ’e met’m Steärt (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl || mehrf.). As de fauers, as de föers (fährst) (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@AttendornAt || mehrf.). Du kannst oelle Lützen (Spatzen) nich met Kawer (Kaff, Spreu) foern Menschen mit Lebenserfahrung kann man nichts vormachen (Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@HattingenHt). Wenn ’n Iesel met Hawer fauers, dann schitt he nich gräun (Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@MastholteMh). Man mutt sin Veh nich alleene fö de Köttel fohren (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@RamsdorfRd). Me sall kine Kouh smachten lauten, wenn me ene Siegen guet fohren kann (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LienenLi). Met Feisten (Fürzen) kann me kenne Fickelen faueren (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@RixenRi). — Sagw.: Watt sind wie nüdlick, wann wie junk sind, sagg datt Wicht, dao fohr ett de Fiärken (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@RheineRh || mehrf. Münsterl). — Vers aus einem Kinderlied: Sük, sük, sük Hawermann, / well sin Piärd nich foern kann, / de mott riden ächteran! (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@RheineRh || mehrf.). — 1.2. als Futter geben. Wecke (einige) fǫuet Giärste (Kr. IserlohnIsl El). — 2. jmdm. Nahrung in den Mund geben. Fäier Weäken hewwe ’k enne fauert (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Al). Daut fōern jmdn. bis zu seinem Lebensende versorgen (Kr. MünsterMün Kr. Münster@MünsterMü || mehrf.). — 3. nahrhaft sein (WMWB). Dat foort gudd (WMWB). — 4. (+ sik) (beim Futter) gedeihen. Dat Vei foudert seck (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Bh). Dä Sūege fauert sick slecht (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). Hǫi fęuert sick gans gęut er ist wohlbeleibt (Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@SandebeckSb). ⟨›fō¹(e)ren‹ [verbr. bes. OWestf SWestf], ›fō²(e)ren‹ [Isl], fōren [Kr. MindenMin Münsterl die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch Enr], ›fō¹deren‹ [verstr. Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. BrilonBri Olp], fūren [verstr. Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Rek], fēern [Det], fewweren [Det]⟩
2459 Zeichen · 63 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. modern
    Dialekt
    foderentr. v.

    Lothringisches Wb. · +3 Parallelbelege

    fodere n [fódərə n Bo. Falk. Sgd. Lix. u. s.] tr. v. 1. fordern, einfordern, verlangen: du hasch nix se f. — henneb. fod…

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Cotta, M. (2026). „foderen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/foderen/wwb
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Cotta, Marcel. „foderen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/foderen/wwb. Abgerufen 10. May 2026.
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Cotta, Marcel. „foderen". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/foderen/wwb.
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