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Flūse

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WWB
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Eintrag · Westfälisches Wb.

Flūse f.

Bd. 2, Sp. 796
Flūse f. [verbr.] 1.1. Fadenrest, Fussel (auf der Kleidung). Flöusen amme Töüe (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Al). Hä hïet ne Flūse unner de Nāse (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). — Ra.: Kinne Flūs gar nichts (Kr. BeckumBek Vh): Känne Flūse es stōan blīem’m (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). — 1.2. (leichte) Wollflocke; Flausch. — 1.3.1. Flaumfedern bei jungen Vögeln; feiner, zarter Haarwuchs, erster Bartwuchs. En Par Flūsen am Bōart (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). — Ra.: Hai stäit noch met de Gōüse im Protsess, hai wäit noch nit, ow et Fīärn gīd odder Flüusen sagt man von einem Jungen, dem der erste Bartflaum sprießt (Kr. IserlohnIsl Is). — 1.3.2. Schamhaar [Sos]. — 1.3.3. ins Gesicht fallende Haarsträhne (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@DünneDü). Dat is ne olle Fliuse (unordentliches Haar) (Kr. SoestSos Kr. Soest@LüttringenLt). — 1.4. Flausen Faser, die man bei grünen Bohnen abzieht (Kr. LippstadtLst Ov). — 1.5. Getreidegranne (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@WesterholtWh). — 1.6.1. vorderste Spitze der Peitschenschnur vor dem ersten Knoten (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@SümmernSü). — 1.6.2. ausgefasertes Ende am Stiel der → Schē¹te-büsse (Holunder) (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@KellinghausenKh). — 2.1. In Vbdg. mit Kop: wirklichkeitsfremder Plan, Unsinn, Spinnerei. He häff Flūsen inn’n Kopp (Kr. SteinfurtStf Rh || mehrf.). Sett di mär kāine Flausen inn’n Kopp! bilde dir nur nichts ein (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Al). Sette di käine Flusen in’n Kopp, dat Lǖt nimmt di nicht (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa). Dat ik dui mo balle de Fliusen iut’n Koppe bǖsten sall! Drohung (Kr. HöxterHöx Sb). — 2.2. Ausflucht, Ausrede. Māk keine Flausen! (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@HalverHa). — 2.3. Laune. — 2.4. (Pl.) Schwierigkeiten (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@BenkhausenBh). Dat hïet seīne Floūsen (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Bh). ⟨›Flūse‹ [verbr.], Flause Bed. 2 u. 1.4 (Bohnenfaser) [verstr.]. — Einige Orte (etwa Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@WarsteinWa) belegen beide Formen für Bed. 2. — Bed. 2 meist Pl.⟩ Zus.: → Har~, Kunkel~.
1597 Zeichen · 75 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. modern
    Dialekt
    Fluse

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Fluse = Flause (s. d.).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit fluse

6 Bildungen · 6 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

fluse‑ als Erstglied (6 von 6)

Flūsebē²n

WWB

flus·eben

Flūse-bē²n n. Fliuseboin umherrennendes Kind; leichtfüßige Person ( Hal Bh).

Flūsenkop

WWB

flusen·kop

Flūsen-kop m. 1. Fliuskopp Kopf mit wenigen Haaren ( Arn Vw ). — 2. Flausenkopp Person, die lauter lustige und harmlose Streiche im Kopf hat…

Flusenmaker

MeckWB

flusen·maker

Flusenmaker -aum. Flausenmacher, einer, der dumme Streiche macht Wi; so 'n ollen dummdristen Flausenmaker Zand. Bill. 173; Ränkeschmied: Dat…

Flūsenmeªker

WWB

Flūsen-meªker m. [verstr.] 1. Person, die lauter lustige Streiche im Kopf hat. — 2. Schwindler, Aufschneider. — 3. jmd., dem das Essen am wi…

Flusenpeter

MeckWB

flusen·peter

Flusenpeter m. Schelte für einen zerfahrenen und unzuverlässigen Menschen Gü Gülz .

fluserig

RhWB

fluse·rig

fluserig -uz- Mörs , Rees Adj.: dünn, auch hoch aufgeschossen, von Pflanzen.