Eintrag · Westfälisches Wb.
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flo²en V. [verbr.] 1. nach Flöhen absuchen. De Rǖe flöit sick (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). — Ra.: De Aodn (Ohren) fläuen (zur Strafe) jmdn. ohrfeigen, an den Ohren ziehen (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe || mehrf.). En Huop (Hüfte) fläohen Geschlechtsverkehr haben (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@DrewerDr). Ick will deck flauen Drohung (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@BenkhausenBh || ähnl. mehrf.). Ïeck gloiwe, do hiät sïek ne Apen flauet sagt man, wenn jmd. beim Kartenspiel ständig verliert (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BrachtBr). — Sprichw.: Me kann keinen Apen fläohen un liusen te gleyker Teyd (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@EversbergEv || mehrf.). Wenn me diän Duiwel liuset, kann me ne nit fläohen (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@DrewerDr). — 2. floin Getreide mit der Wanne (flacher, ovaler Korb aus Span- oder Weidengeflecht) reinigen und dabei die letzten Beimengungen absuchen (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs = PLATE-NAUWB). — 3. (+ sik) durch ein Sand- oder Staubbad Flöhe, Milben u.ä. zu vertreiben versuchen (von Hühnern). De Heuner fleuet sick (zuweilen als Hinweis auf Wetterumschwung gedeutet) (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@SieleSi). ⟨›flō²(e)n‹ [bes. westl.], ›flo(e)n‹ [bes. östl.]: Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl kennt sowohl „flauhen“ als auch „fleihen“. — Hiattilgung (z.B. flögget (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@BierenBr)) selten⟩
Lautwandel-Kette
Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
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Wortbildung
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