Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Flaschenzug
Flaschenzug
Flasche f. ‘(Glas)behälter mit enger halsförmiger Öffnung’, alltagssprachlich ‘Versager’ (besonders im Sport), ahd. flasca (8. Jh.), mhd. vlasche, vlesche, asächs. flaska, mnd. vlasche, vlesche, mnl. flassce, flessce, nl. fles, aengl. flasce, flaxe, anord. flaska (germ. *flahskō(n)) läßt sich mit flechten (s. d.) verbinden und bezeichnet ursprünglich ein Gefäß aus Holz, Ton u. ä., das zur Stoßsicherung mit einem Flechtwerk umgeben ist. Auf aus Metall hergestellte Flaschen weist die in südd. und schweiz. Mundarten noch heute geläufige Berufsbezeichnung Flaschner m. ‘Klempner, Rohrleger’ hin, spätmhd. vlaschener. Erst in neuerer Zeit ist Flasche Bezeichnung für das gläserne Flüssigkeitsbehältnis (doch vgl. noch Sauerstoff-, Propangasflasche). Die moderne umgangssprachliche Bedeutung ‘Versager’ erklärt sich aus der Vorstellung einer Flasche ohne Inhalt, ohne Substanz, nach der Flasche (wie auch andere Bezeichnungen für Hohlkörper) eine abschätzige Bedeutung annimmt; vgl. in: Neuphilolog. Mitt. 54 (1953) 327 ff. – Flaschenpost f. ‘in eine Flasche eingeschlossenes Schriftstück’, das (zur Nachrichtenübermittlung oder Strömungsforschung) dem Meer übergeben wird (um 1800). Flaschenzug m. ‘Lastenaufzug, Hebevorrichtung aus Rollen und Seilen’ (17. Jh.), nach der flaschenähnlichen Form der Rollengehäuse.