Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)
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fiszloch, n. fessel ist der hinterbug (suffrago) des pferdefuszes (sp. 1556), was die Franzosen paturon, die Engländer pastern nennen. über dem fessel liegt das kötgelenk, fr. boulet, worauf haare wachsen, nhd. der kötenzopf, die haarzotte, das hufhaar, der behang, fr. fanon, d. i. crins sur le boulet. für fanon findet sich die englische benennung fetlock, a tuft of hair that generally grows behind the pasternjoint, und diesem fetlock entsprach das nhd. fiszloch oder fiszlach, dem wir bereits im mhd. Flore 2761 begegnen, wo von einem zelter gesagt wird: ër hâte stark gebeine, hôheviʒʒelochen fuoʒ, wenn so kann, nicht vielmehr musz gelesen werden viʒʒelochen, viʒʒelahten, nach analogie des engl. fetlocked. viʒʒeloch, später fiszloch hängen deutlich ab von fessel, vëʒʒel und das angefügte och, ach scheint ein älteres derivativ auf ah, ahi. denken liesze sich auch an leich artus, articulus, dann wäre viʒʒelleich, mit doppeltem l zu schreiben. Stalder 1, 372 setzt fisloch, fiesloch. im alten gedicht anlaster eines pferdes wird ein schlechtes geschildert, das nit gehâriu fiʒlach het. 64, dem die haare an der köte mangeln. in den schweizerischen weisthümern ist reichliches pferdefutter durch die formel ausgedrückt, dasz sie bis an das fiszloch in haber gestellt werden sollen: so mag er (der junker, wenn er gericht hält) komen selb ander oder selb dritt, ob im ein gut gesell uf dem weg kompt, und soll inen der keller den imbis geben und sin (des junkern) pferd in das futer stellen bis an das viszlach und den andern sunst futer geben. 1, 124; und mag komen selb zwölft ritend mit dri winden und zwein vogelhunden und mit einem habch. käme im ouch einer oder zwen erber man uf dem weg, die mag er mit im nemen und die sol man halten als die sinen, und man sol eins heren pfärt stellen in den habern bis an das vislach und dem habch ein huon geben. 1, 140; ist es aber sach, das er kompt, so sol er im das mal geben und den pferden fueter, das si darin staundint unz an die fiszlöcher und sol ouch sinem habch geben ein huon, das derselben nacht aller nechst bim hanen gesessen ist. 4, 316; item ain vorster sol ainem herren sin pfärd enpfahen, stellen und fuoters gnuog geben und in das fuoter, d. i. in den habern stellen bis an das vislach. 4, 427.
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15.–20. Jh.
Neuhochdeutschfiszlochn.
Grimm (DWB, 1854–1961)
fiszloch , n. fessel ist der hinterbug ( suffrago ) des pferdefuszes ( sp. 1556), was die Franzosen paturon, die Engländ…
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Cotta, M. (2026). „fiszloch". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/fiszloch/dwb?formid=F04852
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Cotta, Marcel. „fiszloch". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/fiszloch/dwb?formid=F04852. Abgerufen 12. May 2026.
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Cotta, Marcel. „fiszloch". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/fiszloch/dwb?formid=F04852.
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