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Fiek

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Adelung
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Fiek

Bd. 2, Sp. 148
Der Fiek, des -es, plur. die -e, in den gemeinen Mundarten, besonders Niedersachsens. 1) Eine lange dünne Made, in Gestalt eines Zwirnfadens, welche in den Schellfischen, Kabeljauen und andern Seefischen angetroffen wird, und vermuthlich der Gordius aquaticus L. ist, S. Fadenwurm. Auch der Wurm, welcher aus dem Eye des Bißewurmes entstehet, heißt im gemeinen Leben der Fiek, und die Bäule welche er verursacht, die Fiekbäule. Bey dem Papias ist Facus ein kleiner Wurm. 2) Eine Art des Geschwüres. So wird der Wurm am Finger in Niedersachsen sehr häufig der Fiek genannt. Bey dem Rindviehe ist es eine Krankheit des Hufes, wenn derselbe durchfaulet, welches bey den Pferden das Horndurchfaulen genannt wird. Im Franz. ist Fic eine Warze an den Füßen der Pferde. Anm. Es scheinet, daß dieses Wort in der zweyten Bedeutung zu Feige und Feigwarze gehöret, so fern das erstere eine Erhöhung, ein Geschwür, bedeutet. Indessen kann es auch eine Figur von der ersten Bedeutung seyn, weil ein solches Geschwür einen stechenden und nagenden Schmerz verursachet, daher es auch im Hochdeutschen der Wurm genannt wird. S. dieses Wort. Im mittlern Lateine ist Ficta ein solcher Schmerz. Vielleicht gehöret Fiek in beyden Bedeutungen zu ficken, stechen, zumahl da der Fadenwurm nicht nur einen empfindlichen Schmerz verursacht, sondern sich auch durch verschiedene Theile des Leibes durchnaget.
1391 Zeichen · 19 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Fiek

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Fiek , des -es, plur. die -e, in den gemeinen Mundarten, besonders Niedersachsens. 1) Eine lange dünne Made, in Gest…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit fiek

12 Bildungen · 11 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

fiek‑ als Erstglied (11 von 11)

Fiekbeule

Campe

fiek·beule

† Х Die Fiekbeule , Mz. die — n , eine Beule, welche der Fiek (s. d. 2) verursacht.

fiekchen

DWB

fiek·chen

fiekchen , n. eine zwiefache, erst nd., dann hd. diminution. von Sophia ( mhd. Suffie MS. 1, 14 a ) schnitt man schon frühe die erste silbe …

¹Fiᵉkele

WWB

fiek·ele

¹Fiᵉkele f.m.n. [westl. Münsterl Mark Sos Arn, sonst verstr.] 1. Wiemen, Stange, auf der die Hühner schlafen, Gestänge im Hühnerstall; Hühne…

¹fiᵉkelen

WWB

fiek·elen

¹fiᵉkelen V. 1. sehr schnell laufen ( Gel Wa ). — 2. „treten (vom Hahn)“ ( Bch Ld ). ¶ Vgl. RHWB 2,439: fickeln Bed. 1d.

fiekeln

RhWB

fiek·eln

fiekeln -ē:- Sieg-Ägid schw.: streicheln, schmeicheln.

Fiekem

SHW

Fiekem Band 2, Spalte 717-718

fieken

RhWB

fieken -ē:- Sieg , MülhRh , Wippf , uAhr, Bo , Köln , Dür , -ī:- uWupp schw.: 1. im Hause (Schrank) herumsuchen, um zu naschen, bes. von Kat…

Fiᵉker

WWB

Fiᵉker n. Fäcker trapezförmiges Abschlußbrett vorne und hinten beim Kasten des Ackerwagens ( Ahs Öd).

fiekig

RhWB

fiekig -ē:- Verbr. wie fieken Adj.: naschhaft.

Fiᵉkster

WWB

fiek·ster

Fiᵉkster [Hellweg] 1. Ort, wo die Hühner nachts schlafen ( Sos Eb ). — 2. oberster Raum eines Wohnhauses unmittelbar unter dem Dach.

Ableitungen von fiek (1 von 1)

Fieke

SHW

Fieke Band 2, Spalte 717-718