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Fickfacker

mnd. bis sprichw. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
7 in 7 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Fickfacker

Fickfacker

ficken Vb. ‘miteinander schlafen’, mhd. ficken ‘reiben’, frühnhd. ‘reiben, jucken, kratzen’, nhd. (mundartlich) ‘reiben, kurze und rasche Bewegungen machen, mit Ruten schlagen’. Seit dem 16. Jh. ist für das in den Mundarten überall verbreitete Verb auch die Bedeutung ‘miteinander schlafen’ nachzuweisen, die im gesamten dt. Sprachgebiet üblich wird. Diese metaphorische Verwendungsweise, die auf Grund der Ausgangsbedeutung wohl von Anfang an anstößig gemeint ist, macht ficken im Nhd. zu einem äußerst derben Ausdruck mit nur geringer literarischer Bezeugung. Als Verwandte können gelten nl. figgelen ‘hin und her bewegen’, engl. (mundartlich) to fidge ‘unruhig sein’, schwed. (mundartlich) fickla ‘ungeschickt sein’. Die Etymologie ist ungeklärt; wahrscheinlich ist das Verb als eine Bildung affektischer Lautmalerei anzusehen. – Die alte Bedeutung ‘unruhig hin und her fahren’ ist erhalten in fickerig Adj. ‘unruhig’. Als ablautende Reduplikationsbildungen (vgl. Singsang) erscheinen landschaftlich fickfacken Vb. ‘hin und her laufen, Ausflüchte machen’, auch ‘mürrisch reden, Possen treiben’; Fickfack m. ‘Schlag mit der Rute’ (17. Jh.), ‘Ausflucht’; Fickfacker m. ‘unruhiger Mensch’.
1189 Zeichen · 25 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    fickfackerM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    fickfacker , M. Vw.: s. fikfackære* L.: Lü 478b (fickfacker)

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    FickfackerDer

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    † Х Der Fickfacker , des — s , d. Mz . w. d. Ez. der fickfacket, besonders der lose böse Händel anfängt, hinterlistig ha…

  3. modern
    Dialekt
    Fickfackerm.

    Mecklenburgisches Wb.

    Fickfacker m. unbeständiger, unzuverlässiger Mensch: ardelio (geschäftiger Müßiggänger) 'ein unrow, Fickfacker, Vipperer…

  4. Sprichwörter
    Fickfacker

    Wander (Sprichwörter)

    Fickfacker Er ist ein rechter Fickfacker. – Frischbier, 181. Von einem, der allerhand Ränke und Krängeleien macht. Ficke…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit fickfacker

2 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von fickfacker

fickfack + -er

fickfacker leitet sich vom Lemma fickfack ab mit Suffix -er.

fickfacker‑ als Erstglied (2 von 2)

fickfackerei

DWB

fickfack·e·rei

fickfackerei , f. fraus, fallacia, nugae. man sagt auch schwedisch fickfack nicht im sinn von ruthenschlag, sondern von betrug, nnl. fikfakk…

fickfackerin

DWB

fickfack·erin

fickfackerin , f. ränkemacherin: ich habe aber einige zeit nach meinem hinwegreisen vernommen, dasz die frau fickfackerin, nach ihrer eingeb…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „fickfacker". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 14. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/fickfacker/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „fickfacker". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/fickfacker/pfeifer_etym. Abgerufen 14. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „fickfacker". lautwandel.de. Zugegriffen 14. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/fickfacker/pfeifer_etym.
BibTeX
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