Hauptquelle · Westfälisches Wb.
ferslīten V.
fer-slīten V. [verstr.] 1.1. durch langen, häufigen Gebrauch (vorzeitig) stark abnutzen. Ne Bükse veslīten ( Dor Wl ). He veschlitt vull Tüg ( Tek Me ). — Ra.: Den Anzugg verschliet ik doch nich mähr ich bin schon zu alt ( WmWb ). Daor häbb ik vull Piene an verschletten viel daran gelitten ( WmWb ). — 1.2. (+ sik ) nach und nach vergehen, sich vorzeitig stark abnutzen. Dat verslitt sick met de Tit ( Stf Ar ). — 2. jmdn. hinnehmen, dulden, sich mit jmdm. abfinden; sich jmdm. anpassen ( Mes Br ). Fi mött ’ne sau veslīten, at ’e es ( Dor Wl ). Tolle Lüe mott ’m so verslīten, äs se nu emmaol sind …