fer-dē¹nen
V. [allg.] 1. als Verdienst haben, einen Lohn verdienen, eine Entschädigung für eine geleistete Arbeit erhalten. — Ra.: Deu vordeunt dat Sauält in’n Kaffee ni er verdient nichts, denn in den Kaffee kommt kein Salz; auch: er faulenzt (Kr. HöxterHöx Lü). Häi vodäint nich dat Sold inne Plunnermirlke er verdient sehr wenig (Kr. BielefeldBie Kr. Bielefeld@GellershagenGh || verbr.). Hä verdeint ’t Solt nich in’ne Supp dass. (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@RöllinghausenRö || verbr.). Dätt verdaint sey Klaingeld sie hat „unsittlichen Verkehr“ (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BrachtBr). Dai hïet en bunten Bär verdent er/sie ist vor Ablauf des Dienstjahres aus dem Dienst entlassen worden (Kr. SoestSos SCHMB). De vodoeint suin Geld met’n sidd’n Mose er verdient sein Geld auf leichte Art und Weise (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@GohfeldGo). Hä verdaihnt et sük met dä Muule er ist ein Schwätzer, auch: Hausierer, Vertreter (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). Hä jet sick ne Bux verdeint er hat eine Heirat vermittelt (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@RöllinghausenRö || verbr.). Dai well siek dät Hiemed met diän drai Moggen verdainen er will eine Heirat vermitteln (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg). Hä well sük ’n niggen Haut verdaihnen er möchte Lob oder Anerkennung erhalten (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). Do kann me niks bi ferdāinen das lohnt sich nicht (Kr. IserlohnIsl El). Wo m’ ’t suur verdent, dao sall man ’t nich suur drinken sagt man, wenn ein Bauer seinen Gästen nicht Klaren, sondern Aufgesetzten anbietet (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@VredenVr). — Sprichw.: Dei den Lohn verdeinen well, mot ’er ok wat för daun (Kr. MindenMin Kr. Minden@WindheimWh). Up den Biuernhowe wärt dat Geld vör sess Iuer morns verdeunt (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). Wo ’t nich schmärig wedd, wedd ook nix verdeent (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@AmmeloeAo). Ne ollen Mann un en ollet Piärd verdeint nit mähr, watt se vertiährt (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@DrewerDr). Man mott sick ’n Himmel verdeinen das Leben ist hart (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@KirchhellenKh). — Dai Pearde, dai en Hawer verdaint, kreiget ne nit (Kr. BürenBür Kr. Büren@SalzkottenSk || allg.). Wo veel verdeint ward, dor gaiht veel dartau (Kr. MindenMin Kr. Minden@WindheimWh). — De Papen un de Hund verdännt öhr Geld mät de Mund (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@BorkenBo || verbr.). Wat ’m met’t Mülken verdeinen kann, do brūkt ’m sik nich met de Hänn füör te quiällen sagt man, wenn jmd. viel und ununterbrochen redet oder reich heiratet (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@RecklinghausenRh). — Sparen het Verdeinen (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). Spahn es säo geot osse sua (sauer) vodoein’n (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@GohfeldGo). Wä äinen Groschen spart, hät twäi verdaihnt (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). — Well sick nix dör Arbeit vedeent un nix erervt, de bliff ’n arm Luder, bes he sterwt (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@WessumWe). En Pennig, den me sick verdeint, is mehr wert os en Daler, den me iärwet (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LienenLi). — De Frübbn kann met de Schörtn meier iutnannerdriagen, os de Buer vodoin’n kann (Kr. HalleHal Kr. Halle@AmshausenAh). Well ne Mark utgiff, mutt ok wetten, dat he ne Mark vedeenen kann (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@WessumWe). De nich weet nen Penning utegewwen, de weet ok kenen te vedenen sagt man von jmdm., der bei Festen geizig ist (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@VredenVr). Wat de Sundag verdent, dat de Mundag verbrennt Sonntagsarbeit bringt nichts ein (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm). - Well muorns all weet, watt he aobends verdeihnt hett, de werd nich rik (Kr. SteinfurtStf RECK 88). In de aulen Hüser werd Geld verdeint, un in de niggen bliw et sitten (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LienenLi). Wenn me de Blagen nohm Market schicket, verdaint de Krämers et Geld (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg). — 2. gemäß seinem Verhalten, seiner Beschaffenheit o.ä. einer Reaktion, Einschätzung wert sein. ’n Widdemann, de wier hieraodt, de verdaint gar nich, dat em de erste Frau afstuorwen is (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@AltenrheineAr). Hai ferdāint Schlīa (Schläge) (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@DrolshagenDh). Dat häff he nich anners verdeent das geschieht ihm ganz recht (Kr. TecklenburgTek Me).