Eintrag · Westfälisches Wb.
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Feªge-fǖr n. [verbr. (außer nördl. OWestf)] 1. Fegefeuer; Ort, in dem die Verstorbenen ihre läßlichen Sünden abbüßen, bevor sie in das Reich Gottes eingehen. — Ra.: Bim Hieroaten küamst erst in diän Hiemmel un dann int Fiägefüer sagt man z.B. zu einer Frau, die in der Ehe viel Arbeit erwartet oder die Eltern und Geschwister des Mannes zu pflegen hat (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@Gegend LüdenscheidLs || ähnl. mehrf.). — Abzählreim: Hiärguatsheindken, bo sall ich henne: Himmel, Höll oder Fiägefuier (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@EndorfEn || ähnl. mehrf.). — 2.1. Frau, die ihrem Ehemann (u.a. aufgrund ihrer Herrsch-, Streit- und Putzsucht sowie ihrer Unzufriedenheit) zur Plage wird. Dat Wīf es et raine Fēägefǖe (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). — 2.2. wildes, jungenhaftes, flinkes Mädchen. ⟨Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl unterscheidet zwischen Fiägfüer Bed. 1 u. Fiägefüer Bed. 2⟩
Lautwandel-Kette
Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
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modern
DialektFeªgefǖrn.
Westfälisches Wb.
Feªge-fǖr n. [verbr. (außer nördl. OWestf)] 1. Fegefeuer; Ort, in dem die Verstorbenen ihre läßlichen Sünden abbüßen, be…
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Wortbildung
Komposita & Ableitungen mit feagefuer
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