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Fahlerz

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Fahlerz

Bd. 6, Sp. 266
Fahlerz (Tetraedrit, Graugüldigerz), Mineral von sehr wechselnder Zusammensetzung, im wesentlichen ein Arsensulfosalz oder Antimonsulfosalz des Kupfers; doch ist ein Teil des Kupfers in der Regel durch Eisen und Zink und auch durch Silber und Quecksilber ersetzt. Man betrachtet die Fahlerze auch wohl als isomorphe Mischungen von 4M2S + Q2S3 mit 4RS + Q2S3, worin M Silber und Kupfer, auch Quecksilber, R Eisen und Zink, Q Antimon oder Arsen sind. Der Kupfergehalt liegt meistens zwischen 30 und 40, der Antimon-wie auch der Schwefelgehalt zwischen 20 und 30 Proz.; die übrigen Bestandteile sind gewöhnlich in geringern Mengen vorhanden, so Eisen oder Zink bis zu 7 Proz. In manchen Fahlerzen findet sich auch Blei (bis 1 Proz.), auch Spuren von Nickel und Kobalt sind nicht selten, und einzelne Vorkommnisse (Schwarzwald) enthalten Wismut (bis zu 4 Proz.). Die Fahlerze bilden ausgezeichnete regulär-tetraedrische Kristalle (Fig. 38,42,43 und 63 im Artikel »Kristalle«); sie sind stahlgrau bis eisenschwarz, Härte 3–4, spez. Gew. 4,4–5,4. Gewöhnlich unterscheidet man: 1) Antimonfahlerz, enthält nur sehr wenig oder gar kein Arsen und neben den Verbindungen Cu8Sb2S7 und Fe4Sb2S7 noch Zn4Sb2S7 (Zinkfahlerz) und namentlich Ag8Sb2S7; der Silbergehalt beträgt 1–17, selbst 32 Proz. (die daran reichsten heißen dunkles Weißgüldigerz). 2) Arsenantimonfahlerz, enthält Antimon und Arsen, fast gar kein Silber, aber zuweilen bis 17 Proz. Quecksilber (Quecksilberfahlerz). 3) Arsenfahlerz (Tennantit), enthält kein Antimon, kein Silber und Quecksilber und ist ausgezeichnet durch hellere, graue Farbe. Dunkelstahlgrau und eisenschwarz ist indessen eine Abart des Arsenfahlerzes, der sogen. Binnit, der sich im Dolomit des Binnentales in der Schweiz zusammen mit Realgar, Zinkblende und Pyrit findet. – Das F. ist ein sehr verbreitetes Kupfer- und Silbererz, zumal auf Erzgängen in kristallinischen Schiefern und in den paläozoischen Formationen, und kommt hier oft sowohl in derben Massen als in Kristallen, besonders von Schwefelmetallen begleitet, vor. Hauptfundorte: Klausthal, Zellerfeld und Andreasberg, Freiberg, Dillenburg und Müsen, Horhausen, Schwatz in Tirol, Kapnik in Ungarn, Cornwall, Mexiko, Kalifornien, Bolivia. F. wird auf Kupfer und Silber verarbeitet.
2307 Zeichen · 23 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Fahlêrz

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Das Fahlêrz , des -es, plur. die -e, im Bergbaue, ein silberhaltiges Kupfererz, welches grau, fast wie weißgülden Erz au…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Fahlerz

    Goethe-Wörterbuch

    Fahlerz einmal -erzt graues bis eisenschwarzes (metallisch glänzendes) Mineral, Silber- u Kupfererz; einmal in G-s Katal…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Fahlerz

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Fahlerz , Mineral aus Kupfer, Silber, Eisen, Zink, Spießglanz und Schwefel zusammengesetzt, wird zur Gewinnung von Silbe…

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Wortbildung

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Zerlegung von fahlerz 2 Komponenten

fahl+erz

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