Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
etepetete Adj.
etepetete Adj.
etepetete Adj. ‘zimperlich, auf Wohlanständigkeit bedacht, von übertriebener Ordnungsliebe’; vorwiegend in prädikativer und adverbialer Verwendung. Das zuerst für das Ende des 18. Jhs. nachzuweisende, besonders der nordd. Umgangssprache angehörende Adjektiv ist wohl entgegen anderen Erklärungsversuchen (z. B. Zurückführung auf frz. être ‘sein’, peut-être ‘vielleicht’) zu nd. ȫt(e), entrundet ēte ‘geziert, zimperlich, überfein’ zu stellen; ötepetöte, etepetete, auch in volkstümlichen Kinderversen als sinnentleerte Lautkombination vorkommend, kann dann als ironisch-spielerische Verdopplung gelten. Nd. ȫt(e) (Stimmlosigkeit des Dentals durch hyperkorrekte oder emphatische Aussprache?) entspricht hd. öde (s. d.), das seit dem Mhd. abschätzig (‘widerwärtig, dumm, töricht’) für Personen und deren Verhalten gebraucht werden kann.