Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Espenlaub
Espenlaub
Espe f. Pappelart mit fast runden, besonders leicht beweglichen Blättern, ahd. aspa (9. Jh.), mhd. aspe, mnd. mnl. espe, nl. esp, aengl. æspe, engl. asp, anord. ǫsp, schwed. asp (germ. *aspō) vergleichen sich mit lett. apse, poln. (älter) osa, obsorb. wosa (urslaw. *opsa), russ. osína (осина). Die entscheidende Ausgangsform ist ie. *apsā ‘Espe’. Daß -ps- die ursprüngliche Lautfolge und germ. -sp- durch Metathese entstanden ist, beweisen Entlehnungen des Baumnamens in verschiedene Turksprachen, die aus dem Ostie. erfolgt sein müssen (vgl. 2, 282). Das seit dem 15. Jh. auftretende nhd. Espe hat den umgelauteten Vokal aus dem Plural, vielleicht auch unter Einfluß des Adjektivs espen, mhd. espīn, vgl. frühnhd. espenboum. Espenlaub n. besonders in der Fügung zittern wie Espenlaub ‘heftig zittern’; vgl. mhd. arme und beine bibene als ein espīn loup (13. Jh.). S. Zitterpappel.