Eintrag · Frühneuhochdeutsches Wb. (FWB)
erbauen
erbauen
- ›etw. (Pflanzen, Früchte auf einer Landfläche) anbauen und einbringen‹; mit verschobener Bezugsgröße: ›(eine Landfläche) landwirtschaftlich nutzen, bestellen, bewirtschaften‹
- ›Erz abbauen‹; dies voraussetzend auch: ›einen Stollen anlegen‹; metonymisch: ›ein Bergwerk betreiben‹
- ›etw. bauen, aufstellen, zusammensetzen‹; ›etw. aufbauen und seinen Fortbestand sichern‹; speziell: ›ein Gebäude errichten und instand halten‹; auch: ›einen Garten anlegen‹; häufig bildlich im Übergan
- ›etw. (abstrakt Gedachtes) entstehen lassen, erschaffen‹; ›etw. auf etw. gründen, basieren lassen‹; ›etw. stützen, tragfähig machen, den Erhalt e. S. fördern‹; als Ütr. von 3 auffassbar
- ›jn. / sich (in / bezüglich e. S.) stärken, aufbauen, trösten‹; speziell: ›jn. im Glauben, in der Gottesgewissheit bestärken, aufrichten‹; bei Luther auch: ›jn. in seiner Rolle, Position stärken‹