Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
entvalle stv.
1. entfalle. diu bühse enpfiel mir Iw. 140. die arme enpfielen in das. 229. ich slahe iuch, daʒ iu enpfelt diu leber mit dem magen MS. H. 3,188. a. in dem gesange enpfiel dem rappen dô der kæs Bon. 18,29. — trop. gehe verloren. manegen wünneclîchen tac, die mir sint enphallen gar Walth. 124, 16. eʒ ist lanc daʒ mir freude enpfiel Parz. 660,3. dem tugende und heilikeit enpfallen ist myst. 59,18.
2. mit dativ der pers. und genit., gerichtlicher ausdruck: halte einem in beziehung auf das von ihm verlangte zeugnis nicht stand. dâ sal jenre boten zu biten di daʒ sehn daʒ he in angrîfe und halde als recht ist. und wenne is di boten bekennent, sô ist der kampf gewunnen, und griffe he in nicht an, alse recht wêre, daʒ im des di boten intpfîlen, sô wurde jenre ledic aber mit rechte Freiberg. str. 251. 3. verfalle. der ist uns entfallen achtehalben s. Gr. w. 2,5.