Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
entisc
riante zu entrisk [s. d.] 1, 56, 22. 57, 22 K andis-
ke, Pa antriske, Ra eintriske. 78, 13. 79, 13 Pa
antisc, K anstrisc; 2, 283, 56 entisch. Lips. Gl.
189 dat. pl. entiscen ist nach Helten, Aostndfrk.
Psalmenfrg. 112 südmfrk., dagegen 188 akk.
pl. m. eintisce andfrk. [Helten 98]):
‚alt, uralt,. Es handelt sich wohl um
antiquus, vetustus‘
eine Ableitung von ahd. enti2
‚einst‘(s. d.), die
zu lat. antiquus in Beziehung gesetzt und so
mit dem Suffix -isc gebildet wurde. Denn das
Suffix -isc erscheint außer bei Bezeichnungen
der ethnischen Zugehörigkeit (→ diutisc) bei
„Übersetzungsergebnissen“von lat. Wörtern
und Fügungen im Bereich theologischer Wis-
senschaft und christlicher Mission oder auf an-
deren durch das Lat. beeinflußten Wissensge-
bieten; z. B. gimmisc
‚gemmarius‘, hûsisc
‚do-, saffrînisc
mesticus‘
‚sapphirinus‘, akadêmisc
‚acadēmicus‘, altisc; s. d. d. (R. Lühr, in Erlanger
Gedenkfeier für J.K. Zeuß [Erlangen, 1989],
125 f.; anders Kluge, Nom. Stammbildung3
§ 211: -isc in Zeitbegriffen wie andd. ēwisc,
mndl. eusch
‚ewig‘neben Adjektiven mit
„sittli-). Möglich wäre zwar auch
cher Bedeutung“
lat. antīquus als Basis, wobei -īquus durch -isc
ersetzt wäre; doch fehlen für einen solchen
Suffixersatz Parallelen. Zudem existieren wei-
tere Bildungen auf der Grundlage eines ahd.
ent-; → enteri, entrisc.