Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
entadeln
entadeln , nobilitatis honore privare, dehonestare, herabsetzen, nnl. ontadelen: entadelte, knechtische seelen. Wieland 16, 133 ; arbeiten darf er nicht, er würde sich entadeln. Haller 111 (123); wenn wir andern ehre geben, müssen wir uns selbst entadeln. Göthe 5, 95 ; schon hatte Eva vom versucher jene vergifteten gährungsstoffe empfangen, durch welche die herlichen anlagen und gefühle, die der urheber des lebens zu so viel besserem zwecke bestimmt hatte, für immer entadelt wurden. 46, 223; das entweihte gefühl ist nicht mehr stimme der götter, und das orakel verstummt in der entadelten brust…