enpharn
stV.
‘entweichen, entkommen’
swem ouch des libes geniez / so half daz er mohte entfaren / der wolde nicht
sin vlien sparn
Pass I/II
40,46;
da sie vernamen das er kame, da flohen sie allesampt
[...]. sie kuͦnten so bezitt nit entfarn, er hett sie
erfarn und stach den ersten dott
Lanc
176,19;
jst aber, daz dehain des gotshavs man [...] avz der
gewalt chert oder anders enphert ân des brosts [
Probsts]
ammans vrlaub
UrkCorp (WMU)
3191,11.
– mit präp. Erg. oder adv. Bestimmung:
ir deheiner mohte von dem strît / niht enpfaren, noch entvuor
Wh
327,19;
so war si gehorin, dat si van irme dinste niet moͮgen intvarin
UrkCorp
(WMU)
59,27;
alsus entfuͦr Beandiz von den Ylen und von der dolorosen
garden
Lanc
176,23;
wann jhene den walt wol kunden, da waren sie yne darinn
entfarn
ebd.
182,35.
– überw. mit Dat.d.P. (z.T. auch mit zusätzlicher präp. Erg.):
swem sin eigen man, sin lehenman oder sin vogtman in ein panstat enpfert
UrkCorp (WMU)
1800A,40;
want sî mochtin nicht intvarn / wedir vor sich noch besît / den Pogezênin âne
strît
NvJer
13712;
Wh
139,4;
StrKD
56,121;
in was enpfarn / der visch mit kreften durch daz garn
HvFreibTr
3237;
dô man daz grap [
des hl.
Ludwig] entlûchte [
öffnete] , / dô enphuor
und enstrûchte / manigen siechen sîn gebreste
Ottok
19513;
‘ich weiß wol’, sprach Phariens, ‘das ir dem tode nit mögent
entfarn.’
Lanc
107,14;
das sich jener wol dristunt uberwarff und im das swert
enpfure
ebd.
353,21;
nuo nemt war / daz iu ein wort iht enphar, / wan daz ir sprechet: ‘ez ist wâr’
StrAmis
1708;
SHort
5246;
liebes kint, das solt du liden, und enpfert dir oͮch wol ein
hert antwúrt und ein swer wort
Tauler
219,9
MWB 1 1730,23; Bearbeiter: Diehl