Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
enbeiten swV.
1.1 mit Akk.
1.2 mit Gen.
1.3 mit Ersparung des Obj.
2 unklar ob hierher oder zum Simplex mit proklitischer Negationspartikel
1 ‘auf jmdn./ etw. warten, jmdn./etw. erwarten’ 1.1 mit Akk.: ich [David] inbeitote minen trehtin. unt er anscǒwote mich JPhys 8,24; in allen unseren arbeiten sculn wir in demo gedingen gotes helfe enbeiten Alkuin 68 1.2 mit Gen.: si enbaite sîn [ ir lieben hêrren ] [...], / unz in ir got sande ze lande Kchr 11673; do ouch wier des iungisten tages enpeiten wellen UrkAltenb 71 (a. 1293); dw solt ir nicht enpeiten HvBurg 3343 1.3 mit Ersparung des Obj.: daz tuͦt allez Roͮlant, [...] enbeitet uile chume [kann es kaum erwarten] Rol 2266 2 unklar ob hierher oder zum Simplex mit proklitischer Negationspartikel: den guten Durndarten [Rolands Schwert] , / den uorchten si harte, / daz sin da niemen enbaite Rol 6597. 7738; ich enbeite ir vil chawme! / ich vircht das sy sich sawme HvBurg 1229 – ohne Obj. ‘warten, zögern’ [Gurmûn] enbeite ouch dô niemêre: / er vuor mit eime starken her / über lant und über mer, / biz daz er zÎrlande kam Tr 5912. 7732
MWB 1 1592,35; Bearbeiter: Runow