Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
en|tweln swV.
2 ‘jmdn. (ent)twëln machen’ (vgl. ertwëln und ertweln ) ‘jmdn. der (Lebens)kraft berauben, handlungsunfähig machen, betäuben’
1 ‘sich (an einem Ort) aufhalten, verweilen, warten’ swer entwelt, der ruowet / von der müede, die in muowet LvRegSyon 2620. 2616; dô der arme Heinrich / driu jâr dâ entwelte AHeinr 351; Er 7233; dannoch entwelter ze wer / mit einer lützelen kraft [kleinen Schar] Iw 3762; nein mynne, noch ein wille entwelt! / heist uch noch ein rede sagen Minneb 5004. 483; Mêdêâ diu sprach aber dô: / ‘lânt hie niht langer mich entweln!’ KvWTroj 10489. 11427. 10076 2 ‘jmdn. (ent)twëln machen’ (vgl. → ertwëln und → ertweln ) ‘jmdn. der (Lebens)kraft berauben, handlungsunfähig machen, betäuben’ ouch was er an Dietleiben chomen / mit einem slag, [...], / da mit er den recken here / entwelt het so sere, / daz Dietleip von dem slage groz / wol speres lanch von im schoz Dietr 6771. – mit Gen.: ze jungest tet erm [dem Drachen] einen stich / unden, der in sere quelt / von dem er wart der krefte entwelt Heidin III 1528
MWB 1 1746,41; Bearbeiterin: Baumgarte