Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Elfmeter
Elfmeter
elf Num. Das Zahlwort ahd. einlif (Anfang 9. Jh.), mhd. einlif, einlef, eilif, eilef, eilf, mnd. el(le)ven, elf, mnl. elf, ellef, nl. elf, aengl. endleofon, -lufon, ellefne, engl. eleven, anord. ellifu, schwed. elva, got. ainlif beruht auf einer Zusammensetzung aus dem unter 1ein (s. d.) behandelten Numerale und einem Element germ. *-lif, *-liƀ- (neben wohl sekundär ablautendem *-luf, *-luƀ-), das auch in zwölf (s. d.) wiederkehrt und unterschiedlich erklärt wird. Man kann Verwandtschaft mit nhd. bleiben (s. d.), got. laiba, ahd. leiba ‘Überbleibsel, Rest’ (um 800), anord. lifa ‘übrig sein’, lifna ‘übrigbleiben’ (zu ie. *leip- ‘kleben’) annehmen. Germ. *ain(a)lif- ist die Zahl, bei der nach dem Zählen bis zehn eins übrigbleibt. In der Bildungsweise vergleichbar ist lit. vienúolika ‘elf’, zu víenas ‘eins’ (vgl. dvý-, trýlika ‘zwölf, dreizehn’ usw.), dessen zweites Element ie. *-liku̯- zur Wurzel ie. *leiku̯- ‘lassen, zurück-, übriglassen’ (s. leihen) gehört. Zum Zahlwort 62 f. stellt zwischen dem Germ. und Lit. einen unmittelbaren etymologischen Zusammenhang her. Er geht auch für das Germ. von ie. *liku̯- aus und nimmt an, daß in der germ. Grundform von zwölf (s. d.) der Guttural (Labiovelar) des zweiten Wortelements dem Labial des Wortanfangs angeglichen und das so entstandene germ. *-lif, *-liƀ- dann auf die vorangehende Zahl elf übertragen worden sei. – elfter Num. Ord., ahd. einlifto (9. Jh.), mhd. einlift, einleft, eilft, asächs. ellifto, mnd. ellevede, el(le)fte. 1Elf f. ‘aus elf Spielern bestehende Mannschaft’; Elfmeter m. ‘vom Elfmeterpunkt ausgeführter Strafstoß beim Fußball’, verkürzt aus Elfmeterball (beide Ende 19. Jh.).