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Eisenoxyd

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Eisenoxyd

Bd. 5, Sp. 561
Eisenoxyd (Ferrioxyd, Eisensesquioxyd) Fe2O3 findet sich in der Natur als Eisenglanz, Roteisenstein und als Bestandteil vieler Mineralien und Gesteine, die durch Eisenoxydgehalt gewöhnlich gelb, rot oder braun gefärbt werden. Es entsteht beim Glühen von Eisenhydroxyd oder salpetersaurem E., von Eisenvitriol mit Kochsalz, mit Schwefelsäure verunreinigt beim Glühen von Eisenvitriol, in dieser letztern Form als Nebenprodukt bei der Darstellung der rauchenden Schwefelsäure, wo es als Totenkopf (Caput mortuum, Colcothar vitrioli) in den Retorten zurückbleibt. Bei der Schwefelsäurefabrikation erhält man E. als Nebenprodukt durch Rösten der Schwefelkiese. Je nach der Darstellungsweise ist E. kristallinisch oder amorph, rot, braun, violett bis fast schwarz. Es ist unlöslich im Wasser und wird nach starkem Glühen auch von Säuren nur schwer angegriffen. Am besten löst es sich in siedender, mäßig konzentrierter Schwefelsäure und bei Zusatz von etwas Braunstein in Salzsäure. Beim Glühen mit brennbaren Körpern überträgt es an diese Sauerstoff und nimmt aus der Luft von neuem Sauerstoff auf, so daß es die Verbrennung sehr beschleunigt. Als Sauerstoffüberträger verwandelt es auch schweflige Säure in Schwefeltrioxyd. Als Kontaktsubstanz veranlaßt es die Bildung von Ammoniak aus Stickoxyd und Wasserstoff. Im Porzellanofen verwandelt sich E. in eine schwarze Masse von Oxyduloxyd; bei 3000° verflüchtigt es sich in geringer Menge. Durch Wasserstoff, Kohle und Kohlenoxyd wird es leicht reduziert, und hierauf beruht die Gewinnung von Eisen aus seinen Erzen. Man benutzt E. zum Schleifen und Polieren von Glas und Metall (Polierrot), als Porzellanfarbe, zum Färben von Glas und als Anstrichfarbe (Englischrot, Eisenrot, Berlinerrot, Preußischrot, Pariserrot). Früher war es als Eisensafran (Crocus Martis adstringens, Ferrum oxydatum rubrum) offizinell.
1869 Zeichen · 18 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    EISENOXYDn.

    Grimm Neubearbeitung (1965–)

    EISENOXYD n. nbf. -oxid. zuss. mit eisen n. 1. chemische verbindung von eisen mit sauerstoff: 1803 auf 16 pfund eisenoxi…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Eisenoxyd

    Goethe-Wörterbuch

    Eisenoxyd kristallisierter Hämatit, als Überzug u als Gemengteil Granit .. dessen Oberflächen mit Eisen-Oxyd überzogen s…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Eisenoxyd

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Eisenoxyd ( Ferrioxyd, Eisensesquioxyd ) Fe 2 O 3 findet sich in der Natur als Eisenglanz, Roteisenstein und als Bestand…

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Wortbildung

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16 Bildungen · 16 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

eisenoxyd‑ als Erstglied (16 von 16)

Eisenoxydsaccharāt

Meyers

Eisenoxydsaccharāt ( Eisenzucker , Ferrum oxydatum saccharatum ), Verbindung von Eisenhydroxyd mit Zucker, zu deren Darstellung man 30 Teile…

Eisenoxydsalze

Meyers

eisenoxyd·salze

Eisenoxydsalze ( Ferrisalze ) finden sich z. T. in zahlreichen Mineralien, sie entstehen sehr allgemein beim Lösen von Eisenoxyd in den Säur…

Eisenoxydūl

Meyers

Eisenoxydūl ( Ferrooxyd ) FeO findet sich in der Natur in einigen Verbindungen, wie Magneteisenerz, Spateisenstein, und als Bikarbonat gelös…

Eisenoxyduloxyd

Meyers

Eisenoxyduloxyd Fe 3 O 4 oder FeO, Fe 2 O 3 findet sich in der Natur als Magneteisenstein und entsteht beim Erhitzen von Eisenfluorid in Bor…

Eisenoxydulsalze

Meyers

eisenoxydul·salze

Eisenoxydulsalze ( Ferrosalze ) finden sich z. T. weitverbreitet in der Natur in vielen Mineralien und gelöst in Quellen; sie enthalten ein …