EINHEITLICH adj. vereinzelt schon frnhd., kontinuierlich erst seit 2. viertel 19. jhs. bezeugte abl. von einheit
f. 1
zu einheit
f. A 1 a. a
unterschiedliches als gleichförmig etwas als unterschiedslos geltend kennzeichnend: 1613 eines einheitlichen, gleichlautenden schreibens
(an drei universitäten) Frankf. wirtschaftl.-soz. entwicklung 2,525 B. 1843 in der landeshoheit concentrirte sich überhaupt eine große fülle öffentlicher gewalt, .. sie näherte sich .. immermehr dem begriff einer einheitlichen staatsgewalt Beseler
volksrecht 53. 1889 ohne einheitliche leitung kein einheitlicher strafvollzug Krohne
gefängniskde. 321. 1921 die rechtliche und tatsächliche stellung dieses kollegiums
(ist) in den einzelnen ländern nicht einheitlich Meiszner
staatsrecht 77. 1972 dr. Möhle .. sagte, meine leistungen würden einheitlich im Deutschen Reich mit einer 5 bedacht Kempowski
uns geht’s ja noch gold 202. 1979 die jugendlichen .. in ihren einheitlichen jeans und t-shirts
süddt. ztg. 152,IX. b
etwas als homogen, unzusammengesetzt, ungegliedert kennzeichnend: 1834 bildender .. sind .. die bemerkungen von Goethe, in sofern sie mehr aus dem einheitlichen quell des goethischen lebens hervordringen ..,
(dagegen) bewegt sich Schiller’s ringende natur nach den entgegengesetztesten richtungen Wienbarg
feldzüge 4. 1927 wir haben die darstellung auf den fall reiner,
d. h. chemisch einheitlicher flüssigkeiten beschränkt Pohl
elektrizitätslehre 209. 1976
(gott) ist ein einheitliches wesen, ohne organe, glieder oder teile
F. Wagner
Newton 48. c
unterschiedliches als zusammenstimmend kennzeichnend: 1844 den menschen .. wie er ist, in der harmonie seiner herrlichen seelenvollen gliederung, in der einheitlichen mannigfaltigkeit seiner geistigen und gemüthlichen organe Bluntschli
studien 27. 1943 das râmâyana ist kürzer als das mahâbhârata .. und trägt .. einen einheitlicheren charakter Glasenapp
religionen Indiens 139. ⟨1967⟩
(das) bedürfnis nach einem möglichst einheitlichen weltbild Lorenz
wirkungsgefüge 249 E.-E. 2
zu einheit
f. A 1 b.
an häufigkeit deutlich hinter 1
zurücktretend. a
ein ganzes ausmachend, zusammenhängend: ⟨1851⟩ diese menschliche handlung muß das an sich einheitliche
(im drama), das ist: zusammenhängende, sein R. Wagner
(1871)4,253. ⟨1901⟩ als wären mensch und tier zusammengewachsen gewesen, so daß aus beiden ein neuartiges einheitliches geschöpf entstand, so saß er im sattel Wildenbruch
ges. w. 4,48 L. 1962 die vereinigung von zwei oder mehr bergwerken zu einem einheitlichen ganzen .. unterliegt der bestätigung des oberbergamts
dt. berggesetze HE 140,11 H./L. b
gemeinsam; selten: 1945 daß der kampf der partisanen und der armee ein einheitlicher kampf war, der die bestrebungen und wünsche nicht nur der Serben, sondern aller jugoslawischen völker zum ausdruck brachte
Keesing’s arch. 15,237b. 3
in älterer grammatischer terminologie gelegentlich als abl. von einheit
f. A 2,
singularisch: ⟨1747⟩ neutra secundae declinationis. einheitlich.
n. hoc templ-um .. vielheitlich.
n. templ-a Antesperg
gramm. (1749)46. 4
zu einheit
f. A 3.
sich gleichbleibend, identisch: ⟨1946⟩ der impressionist .. hat keinen festen, einheitlichen, dauernden seelenkern, kein sich gleichbleibendes ich Klemperer
LTI (1949)76.Maak