Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
einezzelên
(Clm 18375, 10. Jh., nach B. Bischoff 9. Jh.)
einclelien mit einem Punkt oberhalb und einem
Punkt unterhalb des ersten l:
‚Mann für. Die c-
Mann, einzeln, nacheinander, viritim‘
Schreibung steht wohl wie in dem Adv. Pa ai-
nacem für [ts]; → einezzên (anders Paul, Mhd.
Gr.23 § 113. 1150: mhd. einzel zu
„ahd. ainaʒ“
mit der Entwicklung n + (i)ʒ, (a)ʒ > z [ts]).
– Mhd. einzeln adv., nhd. einzeln. Das zu-
grundeliegende Adj. erscheint erst im Mhd.
und dann im Frühnhd. (einzel). Bei Luther tritt
995 eines – einezziS996
beim Adj. neben flektierten Formen von
frühnhd. einzel die Form einzelen auf. Seit
dem 18. Jh. wird auslautendes -n im Nom.,
das aus dem Adv. mhd. (md.) einzeln (ênzelen)
stammt und durch flektierte Kasus des Adj. ge-
stützt wird, weithin üblich. Älteres einzel- lebt
als Bestimmungswort in zahlreichen Zusam-
mensetzungen fort, ferner in das Einzel beim
Tennis.