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Duran

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Duran

Bd. 5, Sp. 294
Duran, 1) Agustin, einflußreicher span. Kritiker, geb. 14. Okt. 1789 in Madrid, gest. daselbst 1. Dez. 1862, studierte Philosophie, Rechts- und Staatswissenschaft, mit besonderm Eifer aber vaterländische Literatur, war Mitglied der Akademie und bekleidete hohe Posten in der Staatsdruckerei und Bibliothek. Seine Schriften wurden für die neueste Entwickelungsgeschichte der spanischen Nationalliteratur epochemachend. Sein anonym erschienener »Discurso sobre la decadencia del teatro español« (Madr. 1828) sowie seine »Coleccion de romanceros y cancioneros« (das. 1828–32, 5 Bde.), dessen zweite Ausgabe (»Romancero general«, das. 1849–51, Bd. 10 und 16 der »Bibl. de Aut. Españoles«) als ein neues Werk zu betrachten ist, endlich seine Sammlung altspanischer Komödien, »Talia española« (das. 1834, 3 Bde.), haben wesentlich zur Weckung des Nationalgefühls und der Liebe zur volkstümlichen Poesie beigetragen. Auch durch größere Aufsätze in Journalen sowie durch die Einleitung zu den »Sainetes« von Ramon de la Cruz (Madr. 1843) bewies sich D. als Kenner der altspanischen Bühne. Daneben erwarb er sich auch einen Namen durch eigne Dichtungen, unter denen ein in der Dichtersprache des 15. Jahrh. abgefaßtes Märchen »Las tres toronjas del verjel de amor« (Madr. 1856) Hervorhebung verdient, sowie die vorzüglich gelungene Romanze vom französischen Königstöchterlein: »Historia de la Infantina« (Nr. 308–316 seines »Romancero«). 2) (spr. dürāng) Carolus Auguste Emile, franz. Maler, geb. 4. Juli 1837 in Lille, bildete sich daselbst bei dem Maler Souchon aus und dann durch Kopieren alter Bilder im Louvre zu Paris, namentlich von Leonardo da Vinci und Velazquez, wodurch er den Grund zu seiner kraftvollen, plastischen Modellierung und zu seiner breiten malerischen Behandlung legte. 1861 ging er nach Rom, wo er sich dem Studium des römischen Volkslebens widmete, dessen Früchte unter andern das Abendgebet im Kloster San Francesco zu Subiaco (1863) und der Ermordete (1865), eine naturalistische Studie von düsterm Ernst und ergreifender Wirkung, waren. Nach seiner Rückkehr kultivierte er in Paris vornehmlich die Bildnismalerei, wobei er nach energischer, möglichst naturwahrer Charakteristik strebte und allen Ausschreitungen der Mode gerecht ward, oft aber auch zu den grellsten Farbenkombinationen gelangte. Die bekanntesten dieser Modebilder sind: Die Dame mit dem Handschuh (1869, im Luxembourg-Museum zu Paris), die Dame mit dem Hund (1870, Museum zu Lille) und das Kind in Blau. Seit der Mitte der 1870er Jahre kultivierte er auch wieder die Genre- und Historienmalerei, wobei er sich Rubens und Paul Veronese zum Vorbild nahm. In rascher Folge entstanden: die Versuchung einer Heiligen, die Badende (1875), die Apotheose der Maria von Medici (1878, Deckengemälde für einen Saal des Luxembourg-Palastes), die Grablegung Christi (1882), die Morgendämmerung und die Viston (1833). Für religiöse Gegenstände fehlt es ihm jedoch an Wahrheit der Empfindung und an Adel der Auffassung. In seinen neuesten Bildnissen zeigt er sich als Vertreter des radikalsten Naturalismus, der sich auch in seinen Modellstudien mit Beleuchtungseffekten (Lelia, Danaë, Lucica) kundgibt. Er erhielt 1879 die Ehrenmedaille des Salons.
3242 Zeichen · 40 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    duranm.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +2 Parallelbelege

    duran m. d. ist ain tier grimme und scharpf Mgb. 133,15 ff.

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Duran

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Duran , Augustin, königl. Oberbibliothekar zu Madrid, als Kritiker von großer Bedeutung für seine Landsleute, die er auf…

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duran‑ als Erstglied (16 von 16)

Duranametall

Meyers

Duranametall , eine von Hupertz und Harkort (»Dürener Metallwerke«) eingeführte Kupferlegierung vom spez. Gew. 8,077 bei 16°, enthält in 100…

Durance

Meyers

Durance (spr. dürāngß'), linker Nebenfluß der Rhone in, Frankreich, entspringt am Château-Jouan (2514 m) nahe dem Mont Genèvre in den Kottis…

Durandi

Meyers

dur·andi

Durandi , Jacopo , ital. Dichter, geb. 25. Juli 1737 zu Sant' Agata, Provinz Vercelli, gest. 28. Okt. 1817 in Turin, verfaßte » Opere dramma…

Durando

Meyers

dur·ando

Durando , Giacomo , ital. General und Staatsmann, geb. 4. Febr. 1807 zu Mondovi in Piemont, gest. 23. Aug. 1894 in Rom, studierte zu Turin d…

Durandsches Mittel

Meyers

Durandsches Mittel , Mischung aus 1 Teil Terpentinöl und 3 Teilen Äther, wird gegen Gallensteinkolik angewendet.

Durandus

Meyers

duran·dus

Durandus , Guilielmus , gelehrter Scholastiker, geb. zu St.-Pourçain in der Diözese Clermont, gest. 1332, wegen seiner Gewandtheit, schwieri…

durangeln

RhWBN

dur·angeln

durangeln schw.: quälen, antreiben, noch dīriŋəln Trier-Mettend ; s. auch tür- u. tur-ängeln (VIII, Sp. 1477, 1482), also eigentl. zwischen …

Durango

Meyers

dur·ango

Durango , einer der Freistaaten von Mexiko (s. Karte »Mexiko«) zwischen 23°20´–26°15´ nördl. Br. und 103°–106°40´ westl. L. und umgrenzt von…

Durante

Meyers

dur·ante

Durante , 1) Francesco , Komponist, geb. 15. März 1684 in Fratta Maggiore bei Neapel, gest. 13. Aug. 1755 in Neapel, erhielt seine musikalis…

Durante lite

Meyers

durant·elite

Durante lite (lat.), während der Rechtshandel noch anhängig, unentschieden ist.

Durante matrimonĭo

Meyers

Durante matrimonĭo (lat.), während der Ehe, solange die Ehe dauert.

Duranti

Meyers

dur·anti

Duranti , Durante, Graf , ital. Dichter und Redner, geb. 1718 in Brescia, gest. 24. Nov. 1780 in Palazzolo, studierte in Bologna, widmete si…

Durantis

Meyers

duran·tis

Durantis , Wilhelmus , berühmter franz. Rechtsgelehrter, geb. 1237 zu Puimisson in Languedoc, gest. 1. Nov. 1296 in Rom, ward Lehrer des kan…

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Cotta, M. (2026). „duran". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 13. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/duran/meyers
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Cotta, Marcel. „duran". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/duran/meyers. Abgerufen 13. May 2026.
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Cotta, Marcel. „duran". lautwandel.de. Zugegriffen 13. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/duran/meyers.
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