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drükken

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WWB
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Eintrag · Westfälisches Wb.

drükken V.

Bd. 2, Sp. 296
drükken V. [verbr.] 1.1.1. Druck auf etwas ausüben. Do moggte hai äis en Siegel op drücken (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg). — Ra.: Dai drücket en Diumen dropp er ist sparsam (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg). — 1.1.2. bewirken, daß jmd. oder etwas irgendwohin gelangt; drängen. — Ra.: Hä well ’ne an dä Wand drüggen er will ihn aus seiner Position verdrängen, in den Hintergrund drängen (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). Dat heck denn unna de Weste drücket ich habe ihm etwas Unglaubwürdiges so erzählt, daß er es glaubt (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@GohfeldGo || mehrf.). Iek lote mie nix ungern Duhmen drücken ich lasse mir nichts weismachen (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@OesterauOa). — Sagw.: Diäm Gefäuhl noa hiät dei Mann rächt, saggte de Avkoate, doa har iäm de Buer ’n Goldstück in de Hand edruggt (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). — 1.2. Kot aus dem Darm pressen. Glücklick de Mensk, de in’n Slaop schīten kann, he brukt nich te drücken (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@AltenrheineAr). — Sprichw.: Dai am Drücken stirwet, woit, wat en Fuot wäd ies (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm || mehrf.). — 1.3. Spez.: (bei der Brötchenherstellung) die Hälfte der Teigkugel flachrollen und diesen Teil wieder ineinanderrollen (Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@SchwelmSw); walzen (Mark ELLBRACHT 35). — 2. das Gefühl von Druck an einer bestimmten Körperstelle hervorrufen. — Ra.: Em drügget käine Schauh mäh er ist gestorben (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). — Sprichw.: Jeder wäit am besten, boa ne de Schauh drücket (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü || mehrf.). — 3. schwer auf jmdm. lasten, bedrücken. Dat drückt mi nich (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@VredenVr). — 4. herabsetzen, verringern. De Prīse drücken (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). — 5. (+ sik) sich einer als unangenehm empfundenen Verpflichtung aus Feigheit, Bequemlichkeit o.ä. entziehen; sich heimlich entfernen. — Sprichw.: Bai Arwet kennt un siek nit drückt, dai ies verrückt (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg || mehrf.). — 6. (Kartenspiel) verdeckt ablegen. Dä he ’k drucht (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). — 7. drucken, bedrucken. — 7.1. eingefärbte Typen oder Bilder durch Maschinen auf Papier oder Stoff pressen, übertragen und vervielfältigen; färben. Ene gedruchte Schüörte (Ennepe-Ruhr-KreisEnr Sw). Drükktet Tuich (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@BischofshagenBi). — Ra.: Hai luüget wie gedrucht er lügt hemmungslos (Kr. IserlohnIsl Is || mehrf.). — 7.2. durch Drucken herstellen. En Bauk drucken (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). Drückeste Kolenners (Kalender)? (Kr. IserlohnIsl Dh). ⟨1. alle Bedd.: drükken [verbr.], „drüggen“ (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr); Prät. 1. Sg.: druch(te) [SWestf Wal], drükte u. drükke [verstr. Münsterl OWestf]; Part.: (ge)drucht [SWestf Wal], (ge)drük(ke)t [verstr. Münsterl OWestf]. — 2. Bed. 7 außerdem: drukken; Prät. 1. Sg.: drucked(e) [verstr.]; Part.: (ge)druckt [verstr.]⟩
2383 Zeichen · 90 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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    Dialekt
    drükkenV.

    Westfälisches Wb.

    drükken V. [verbr.] 1.1.1. Druck auf etwas ausüben. Do moggte hai äis en Siegel op drücken ( Arn Hg ). — Ra.: Dai drücke…

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Komposita & Ableitungen mit druekken

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Zerlegung von druekken 2 Komponenten

druk+ken

druekken setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Ableitungen von druekken (1 von 1)

bedrükken

WWB

be-drükken V. [verstr.] 1. auf jmdm. lasten; jmdn. traurig, niedergeschlagen machen. — 2. ein Muster oder einen Text auf etwas drucken. ’n b…

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Cotta, M. (2026). „druekken". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/druekken/wwb?formid=D03671
MLA
Cotta, Marcel. „druekken". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/druekken/wwb?formid=D03671. Abgerufen 15. May 2026.
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Cotta, Marcel. „druekken". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/druekken/wwb?formid=D03671.
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