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Drehscheibe

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
11 in 10 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Drehscheibe

Bd. 5, Sp. 182
Drehscheibe, bei Eisenbahnen, ein bewegliches, um einen Punkt, in der Regel den Mittelpunkt, drehbares Gleisstück; es dient: 1) zum Umwenden von Fahrzeugen, insbes. Lokomotiven; 2) als Gleisverbindung zum Umsetzen von Fahrzeugen in ein andres Gleis, wo kurze Güterwagen vorwiegen, so daß kleine, leicht zu bewegende Drehscheiben genügen (4–5 m Durchmesser); Lokomotiven müssen überall umwenden, wo sie ihren Lauf beenden und zurückkehren. Nur besonders darauf eingerichtete, kurze, sogen. Tendermaschinen dürfen nach beiden Richtungen gleichwertig, jedoch nur mit beschränkter Geschwindigkeit laufen. Drehscheiben für Lokomotiven erhalten 12–16 m Durchmesser, für Personenwagen 7,5–9, für Güterwagen 4–6 m. Kleine Scheiben pflegen zwei rechtwinklig sich kreuzende (Fig. 1) oder drei unter 60° sich schneidende Gleise (Fig. 2) und eine voll bedeckte Kreisform zu erhalten. Große Drehscheiben werden nur mit einem Gleis und in der Regel nur als schmale Streifen von etwas mehr als Gleisbreite gestaltet (Fig. 3). Die Drehscheibenkörper werden aus Schmiedeeisen oder Stahl, bei ganz kleinem Durchmesser (Achsdrehscheiben) und für Schmalspur auch aus Gußeisen hergestellt. Die Unterstützung erfolgt durch einen kräftigen Drehzapfen und meist auch durch Laufräder (oder Kugeln) am Umfang. Bei häufiger Benutzung ist mechanische Bewegung mittels Wasserdrucks oder Elektrizität zweckmäßig. Drehweichen sind Drehscheiben mit einseitig liegendem Drehpunkt zur Verbindung zweier spitz zusammenlaufender Gleise (Fig. 4). Über die D. zum Formen der Tonwaren s. d.
1552 Zeichen · 18 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Drêhscheibe

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Drêhscheibe , plur. die -n, bey den Steinschleifern, eine hölzerne Scheibe mit einer Schnur, vermittelst welcher die…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Drehscheibe

    Goethe-Wörterbuch

    Drehscheibe die Erfindung der D. des Töpfers 48,211,11 MuR(1128) vgl Töpferscheibe Elke Umbach E. U.

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Drehscheibe

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Drehscheibe , bei Eisenbahnen, ein bewegliches, um einen Punkt, in der Regel den Mittelpunkt, drehbares Gleisstück; es d…

  4. modern
    Dialekt
    Drehscheibef.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Dreh-scheibe f. : 1. 'Drehscheibe des Töpfers', auch 'Scheibe zum Wenden von Schienenfahrzeugen', -scheib [ KU-Schmittw/…

  5. Spezial
    Drehscheibe

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Dreh|schei|be f. (-,-n) 1 (im Butterfass) tornaciun (-s) m. 2 (Töpferscheibe) tornaciun da modelé m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit drehscheibe

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Zerlegung von drehscheibe 2 Komponenten

dreh+scheibe

drehscheibe setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

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