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Dogmengeschichte

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Dogmengeschichte

Bd. 5, Sp. 81
Dogmengeschichte, die wissenschaftliche Darstellung des Prozesses, in dem der christliche Glaubensinhalt allmählich auf einen bestimmten Begriff und kirchlich anerkannten Ausdruck gebracht worden ist. Sie hat die sogen. biblische Theologie zu ihrer Voraussetzung, während die Dogmatik das Ergebnis der ganzen in der D. dargestellten Bewegung bildet. Als ein durch seine weitläufige Verzweigung selbständig gewordener Teil der Kirchengeschichte erscheint die D. als Brücke, die von der historischen in die systematische Theologie hinüberführt. Da das Dogma oft philosophische Form und Bedeutung annimmt, seinen Ausgangspunkt auf dem Gebiete der Philosophie hat oder von da Beeinflussung erfährt, steht die D. in genauen Beziehungen zur Geschichte der Philosophie, während die sogen. Symbolik (s. d.) nur einen Querschnitt durch ein bestimmtes, die Unterscheidungslehren der Konfessionen produzierendes und formulierendes Entwickelungsstadium der dogmatischen Bildungen darstellt. Zu unterscheiden von der D. ist auch die Geschichte der Dogmatik, die es mehr nur mit der Technik der Glaubenslehre zu tun hat. Als selbständige Wissenschaft ist die D. erst zu Ende des 18. Jahrh. ausgebildet worden. Ihre ersten literarischen Vertreter waren S. G. Lange in Jena (gest. 1802 zu Danzig) und W. Münscher in Marburg (gest. 1814). Erhebliche Förderung verdankte die Disziplin den Arbeiten von F. Chr. Baur, K. R. Hagenbach und G. Thomasius (s. diese Artikel). Neue Richtpunkte und Formen gab ihr A. Harnack mit seinem »Lehrbuch der D.« (3. Aufl., Freiburg 1894–97, 3 Bde.; »Grundriß«, 3. Aufl., das. 1898), von dem die Bearbeitungen von Loofs (»Leitfaden zum Studium der D.«, 3. Aufl., Halle 1893) und Seeberg (»Lehrbuch der D.«, Erlang. 1895–98, 2 Bde.) abhängig sind. Die Geschichte der protestantischen Theologie findet eine besondere Behandlung in Werken wie: G. Frank, Geschichte der protestantischen Theologie (Leipz. 1862–75, 3 Bde.); Schwarz, Zur Geschichte der neuesten Theologie (4. Aufl., das. 1869); Landerer, Neueste D. (Heilbr. 1881); Fr. H. R. v. Frank, Geschichte und Kritik der neuern Theologie (hrsg. von Schaarschmidt, 3. Aufl., Leipz. 1898); die der katholischen bei Werner, Geschichte der katholischen Theologie seit dem Trienter Konzil bis zur Gegenwart (Münch. 1866).
2287 Zeichen · 63 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    dogmengeschichtef.

    Grimm Neubearbeitung (1965–) · +2 Parallelbelege

    dogmengeschichte f. 2.

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Dogmengeschichte

    Goethe-Wörterbuch

    Dogmengeschichte zu Dogma a; idVbdg ‘Dogmen- und Literargeschichte’ B25,226,13 Eichstädt 10.3.15 Elisabeth Mager E. M.

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Dogmengeschichte

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Dogmengeschichte , nennt man einen Theil der Kirchengeschichte, nämlich die Entwicklungsgeschichte des christl. Geistes …

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