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Diorīt

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Diorīt

Bd. 5, Sp. 31
Diorīt (griech.), plutonisches Eruptivgestein von körniger, granitartiger Struktur, aus einem Kalknatronfeldspat (Oligoklas, Labrador oder Anorthit) und einem Magnesiatonerdesilikat bestehend. Je nach dem das letztere Hornblende, Glimmer oder Augit ist, unterscheidet man D. im engern Sinne, Glimmerdiorit und Augitdiorit. Zu den beiden Hauptgemengteilen tritt zuweilen noch Quarz (Quarzdiorit, Tonalit); ferner, meist in kleinen Kristallen, Apatit, Magneteisen, Titaneisen, und von sekundär gebildeten Mineralien ziemlich häufig Chlorit, Epidot (Pistazit) und Kalkspat. D., der in einer hellen Grundmasse dunkle nadelförmige Hornblendeprismen regellos eingelagert enthält, wird Nadeldiorit genannt. Die Bauschanalysen ergeben folgende Mittelwerte: 54–60 Proz. Kieselsäure, 17 Tonerde, 10 Eisenoxyd und Eisenoxydul, 7 Kalk, 4–6 Magnesia, 2 Kali, 3–4 Proz. Natron. Die Verbreitung des D. ist keine große; er bildet meist kleine Massive und Gänge, in denen er auch wohl durch Ausscheidung größerer Feldspate (Dioritporphyrit) oder größerer Glimmerblättchen (Glimmerdiorit, s. Kersantit) porphyrisch entwickelt sein kann. Im Erzgebirge, in Böhmen, Schlesien, im Odenwald, in den Vogesen, in den Alpen (Tonalit am Monte Tonale im Adamellogebiet), im Banat (Banatit), in der Normandie und in Nordamerika finden sich die bekanntesten Vorkommnisse. Ein besonders ausgezeichneter D. ist der Kugeldiorit (Corsit) von Korsika, in dem der Feldspat (Anorthit) und die Hornblende zu radialstrahligen u. konzentrisch-schaligen Kugeln sich anordnen (s. Tafel »Mineralien«, Fig. 16). Auch unter den nordischen Geschieben, die von Skandinavien aus über Norddeutschland verbreitet sind (s. Diluvium, S. 11), ist D. nicht selten. Stark zersetzter kalkspatführender D. aus dem französischen Zentralplateau ist Hemithrène, ein Augit neben Hornblende führender D., der gangförmig im Cambrium und Untersilur im Fichtelgebirge, Harz etc. auftritt, Epidiorit genannt worden.
1963 Zeichen · 27 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    DIORITm.

    Grimm Neubearbeitung (1965–)

    DWB2 DIORIT m. DWB2 lehnwort aus frz. diorite f., einer 1817 von Haüy mit dem mineralnamensuffix -ite gebildeten abl. vo…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Diorit

    Goethe-Wörterbuch

    Diorit mineralog: Grünstein, ein Tiefengestein [ in Leonhards ‘Charakteristik der Felsarten’ ] die Reihenfolge der Gebir…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Diorit

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Diorit , Grünstein, gehört zur Sippschaft der Hornblende und besteht aus Hornblende und Albit, ist von dunkelgrüner oder…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit diorit

2 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von diorit 2 Komponenten

dio+rit

diorit setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

diorit‑ als Erstglied (2 von 2)

Diorītgneis

Meyers

diorit·gneis

Diorītgneis , Plagioklas führender, in seiner Zusammensetzung dem Diorit ähnlicher Gneis (s. d.).

Diorītporphyrīt

Meyers

diorit·porphyrit

Diorītporphyrīt , soviel wie Porphyrit (s. d.) oder gangförmig auftretender, durch ausgeschiedene Feldspatkristalle porphyrisch entwickelter…