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Diabās

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Diabās

Bd. 4, Sp. 858
Diabās (griech., Grünstein), ein meist decken- oder flözartig ausgebreitetes Eruptivgestein von körniger bis dichter Struktur, besteht in frischem Zustand aus Plagioklas und Augit, daneben Magneteisen, Titaneisen, Apatit, ist gewöhnlich aber schon zersetzt und enthält statt des Augits, bez. des Feldspats grüne chloritische Substanzen (Viridit) und Kalkspat. Im Olivindiabas tritt zu den genannten Bestandteilen Olivin hinzu, der häufig in Serpentin umgewandelt ist; durch Zurücktreten des Plagioklas entstehen Übergänge in den Pikrit und Paläopikrit (Oberfranken, Nassau) und in den daraus hervorgehenden Serpentinfels. Andre Diabase enthalten noch Diallag, Salit, Enstatit, Biotit (Diallagdiabas, Salitdiabas, Enstatitdiabas, Glimmerdiabas). D. mit Quarz, der oft sekundär gebildet ist, nennt man Quarzdiabas; solchen mit Hornblende Proterobas; sehr lichtgefärbten, an Titaneisen reichen D. auch wohl Leukophyr. Auf Grund der Struktur unterscheidet man neben dem typischen, körnigen D. den aphanitischen D. (z. T. Aphanit, Diabasaphanit) mit mikroskopisch klein entwickelten Bestandteilen und den porphyrartigen (Diabasporphyrit), der größere Labrador- oder Augitkristalle enthält und danach Labrador- oder Augitporphyr genannt wird. Zu den Labradorporphyren gehört der als Bildhauermaterial bekannte Porfido verde antico. D. mit sphärolithischer Struktur führt den Namen Variolit (Perldiabas, Blatterstein, s. d.); Aphanite, die viel sekundär gebildeten Kalkspat, oft in Form von zahlreichen rundlichen, hirsekorn- bis erbsengroßen Mandeln enthalten, werden als Kalkaphanite, auch Spilite, Diabasmandelsteine, Blattersteine bezeichnet. Die Bauschanalyse des D. ergibt im Mittel etwa 48 Proz. Kieselsäure, 16 Tonerde, 13 Eisenoxyd und Eisenoxydul, 8 Kalk, 6 Magnesia, 3–5 Natron, 1 Kali. Die Verbreitung des D. ist in den paläozoischen Formationen und besonders in dem Devon eine sehr große; außer in Lagern, die oft mit Tuffbildungen (s. Schalstein) eng verknüpft sind, findet er sich hier auch in Gängen. In Deutschland ist der D. besonders in Nassau, Westfalen, im Harz, in Thüringen, im Fichtelgebirge und in Sachsen sehr verbreitet. Ferner findet er sich in Schottland, Skandinavien und Nordamerika, wo die meisten der sogen. Trappgesteine dem D. zuzuzählen sind. Kontaktgesteine des D. sind Adinol, Desmosit, Spilosit (s. diese Artikel).
2364 Zeichen · 32 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    DIABASm.

    Grimm Neubearbeitung (1965–)

    DIABAS m. aus der devon- oder vordevonzeit stammendes eruptivgestein. von Hausmann als geologischer terminus aus frz. di…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Diabās

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Diabās (griech., Grünstein ), ein meist decken- oder flözartig ausgebreitetes Eruptivgestein von körniger bis dichter St…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit diabas

6 Bildungen · 6 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von diabas 2 Komponenten

dia+bas

diabas setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

diabas‑ als Erstglied (6 von 6)

Diabashornfels

Meyers

diabas·hornfels

Diabashornfels , ein Diabas, der im Kontakt mit Granit verändert und besonders durch Neubildung von Hornblende (Uralit) und auch wohl Biotit…

Diabasschiefer

Meyers

diabas·schiefer

Diabasschiefer ( Flaserdiabase, grüne Schiefer ), z. T. durch Gebirgsdruck schieferig gewordene Diabase, finden sich im Harz, Taunus etc.