Hauptquelle · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)
Déroulède
Déroulède (spr. derulǟd'), Paul , franz. Dichter und Politiker, geb. 2. Sept. 1846 in Paris, Sohn eines begüterten Notars und Neffe Emile Augiers, trat beim Ausbruch des Krieges 1870 als Freiwilliger in ein Zuavenregiment, fiel bei Sedan in deutsche Gefangenschaft, entkam aber aus Breslau und kämpfte in Frankreich wieder unter Chanzy und Bourbaki, mit dem er nach der Schweiz übertrat. Populär wurde D. durch seine Soldaten- und Kriegslieder (» Chants d'un soldat «, 1872; » Nouveaux chants d'un soldat «, 1875, und » Refrains militaires «, 1888), die alle in unzähligen Auflagen erschienen. Auch a…