Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
damasten
damasten
Damast m. Stoff mit eingewebtem glänzenden Muster. Die im Mittelalter aus Damaskus (arab. Dimašq, Dimišq, lat. Damascus, ital. Damasco, frz. Damas) nach Europa gelangende Gewebeart heißt nach dem Namen dieser syrischen Stadt ital. Damasco, daneben zunächst auch (wohl unter Einfluß von gleichbed. afrz. frz. damas) ital. damasto. Im Dt. erscheint als älteste Entlehnung spätmhd. damasch (Ende 14. Jh., wie mnl. dames, dammes nach afrz. damas?), dann (1. Hälfte 15. Jh.) nach ital. Vorbild Damask, Damaschk und Damast (im 16. Jh. auch Damascht); seit Beginn des 18. Jhs. setzt sich die heutige Form Damast durch. – damasten Adj. ‘aus Damast’ (15. Jh.), anfangs als Variante neben damask(en), damaschk(en) u. ä., seit Mitte 18. Jh. allein geltend.