Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Daffke
Daffke
Daffke in der Wendung aus Daffke ‘aus Trotz, nun gerade, nur mal so, aus Spaß’, (Berlin, 20. Jh.). In dieser präpositionalen Verbindung wird der Ausdruck als Substantiv (mit unbestimmtem Genus) empfunden, wie auch die im Dt. übliche Großschreibung ausweist. Zugrunde liegt allerdings die indeklinable Partikel rotw. dafko ‘durchaus’ (Mitte 19. Jh.), aus jidd. dafke(s) ‘erst recht’, hebr. davkā ‘nur so, nicht anders’. Danach mit radikalem Bedeutungswandel in ick heeße doch nich Daffke ‘ich bin doch kein Dummkopf’, wo Daffke völlig den substantivischen Charakter einer Personenbezeichnung annimmt, mit der Pluralbildung bei Daffkes ‘im Irrenhaus’. Eine analoge Einwirkung von lautähnlichem Raffke (s. d.) ist anzunehmen.