Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
dachazzen
ta 3.sg.prät.
‚volat‘(= präs.) Clm 14395,
bair.-alem., 11. Jh. (davor etwas ausgewischt
und das erste a aus Korrektur):
‚lodern, auf-. Das Verb gehört zu ae. ðec-
flammen, volare‘
can
‚verbrennen‘(< *þakja-), me. (Layamon)
thechene
‚Fackel‘; ae. ðæcelle
‚Fackel, Licht‘ist
aus ae. fæcele f.
‚Fackel‘(< lat. facula) nach
ðeccan
‚verbrennen‘umgebildet. Bei der Vor-
form von ahd. dachazzen, *þakatjan-, handelt
es sich um eine deverbale Bildung mit intensiv-
iterativer Bedeutung, ein Wortbildungstyp, der
besonders im Westgerm. produktiv ist, → -az-
zen.