Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Charme
Charme
charmieren Vb. ‘bezaubern, entzücken’ und charmant Adj. ‘von gewinnender Wesensart, bezaubernd’ werden beide im 17. Jh. aus gleichbed. frz. charmer Vb. und frz. charmant, Part. Präs. ins Dt. übernommen. Zu Grunde liegt lat. carmināre ‘besingen, bezaubern, besprechen’, eine Ableitung von lat. carmen ‘religiöse und magische Formel, Gedicht, Lied’. Im 17. Jh. kommt auch das zugehörige Substantiv Charme m. ‘gewinnende Wesensart, Liebenswürdigkeit’, frz. charme, aus lat. carmen n. (s. oben), ins Dt. Der im Lat. und Frz. belegte Bezug zur Zauberkunst ist im Dt. nicht mehr nachzuweisen. Im Zuge der Eindeutschung oft scharmant und Scharm geschrieben. Charmeur m. ‘ein Mann, der Frauen mit seinem liebenswürdigen Wesen gewinnt’ (19. Jh.), frz. charmeur. Charmeuse f. ‘maschenfeste Wirkware, Trikotage’ (20. Jh.), frz. charmeuse, Fem. zum vorigen, das im Frz. bereits die Bedeutung ‘gewebter Seidenstoff’ entwickelt hat.