Hauptquelle · Herder (Konv.-Lex., 1854–57)
Capillarität
Capillarität , Haarröhrchenwirkung, bezeichnet die physikalische Eigenschaft sehr enger Röhrchen (Capillarröhrchen oder Haarröhrchen), darin bestehend, daß wenn dieselben an beiden Enden offen, in eine sie benetzende Flüssigkeit (z.B. Glasröhrchen in Wasser) gestellt werden, die Flüssigkeit innerhalb derselben über das Niveau der äußern Flüssigkeit hinaufsteigt. Es beruht dies auf der anziehenden Wirkung der innern Wand der Röhre auf die Flüssigkeit, welche die Cohäsion der dünnen Flüssigkeitssäule überwiegt. Werden hingegen solche Röhrchen in eine sie nicht netzende Flüssigkeit gestellt (z.B.…