Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
BÜHSE swf.
1. eine büchse. Âmor hât eine bühsen an der hant, in der ander zwêne gêre... diu bühse bezeichent die salben, die Minne iemer hât gereit En. 9755. Âmor der minnen got, und des bühse und sîn gêr W. Wh. 25,15. diu bühse mit der salben Iw. 131. 133. 139. 140. kan der geselle mîn arzet unde rîter sîn, er mac sich harte wol bejagen, gelernt er bühsen veile tragen Parz. 517,2. er gienc als der bühsen treit beide nêlikîn und cinemîn, er solde ein arzet sîn Reinh. f. 1824. der latwerien bühse MS. 2,178. a. — ûʒ der bühsen gieʒen stoubîne mergrieʒen kunststück der taschenspieler Trist. 4669. — in edelen ôren lûtet baʒ ein wort daʒ schône gezimt dan daʒ man ûʒ der bühsen nimt Trist. 7948. Tristan nam ein bühse her. er tet, daʒ beide dir unt der bekande sînes lîbes niht U. Trist. 2321. solch gougelschiht er spürt swer in mîn bühsen siht Frl. 116, 17. —
2. büchse zum schießen, kanone. aus bühsen schieʒen manegen schuʒ Suochenw. 9,207. vgl. leseb. 999,25.