Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
büechel stn.
1. gereimtes längeres schreiben, das von dem dichter an die geliebte gesandt wird. vgl. die lieder und büchlein, und der arme Heinrich von Hartmann von Aue, herausgegeben von M. Haupt. vorrede VI. VIII. kleineʒ büechel, swâ ich sî sô wone mîner frowen bî, wis mîn zunge und mîn munt und tuo ir stæte minne kunt büchl. 2,811. Diese büechlîn, büechel waren auf das kostbarste eingebunden. in einen samît als ein gras want man daʒ büechel an der stat. ein goltsmit ich mir würken bat zwei britelîn von gold aldâ; dar in bant man daʒ büechel sâ. daʒ diu sperre solde sîn daʒ was alsô zwei hendelîn gemachet harte lobelîch 141,2. kleineʒ puoch, getriuwer bot frauend. 44,8.
2. gerichtliches protokoll. Oberl. 194.